Siegener Niederlagen in der Arena

Gummersbach..  Für die Siegener Sportfreunde war der Auftritt beim Gummersbacher Sparhandy.de-Cup schnell Geschichte. In der Schwalbe-Arena stand das Team von Trainer Michael Boris zwei Mal auf dem Kunstrasen, zwei Mal verließen es als Verlierer den Platz. Beim 3:6 gegen Zweitligist FC St.Pauli glückten den Siegenern die einzigen Tore, denn das zweite Vorrundenduell gegen den späteren Turniersieger Fortuna Köln endete 0:2.

„Doch es war eine runde Sache für uns“, gewann SFS-Teammanager Daniel Schäfer dem Besuch in der mit mehr als 4000 Zuschauern gefüllten Arena, die ansonsten den Bundesliga-Handballern des VfL Gummersbach vorbehalten ist, positive Aspekte ab.

„Wichtig war“, so Schäfer, „dass sich niemand verletzte und überhaupt dabei gewesen zu sein.“

Die Live-Übertragung des Fernsehsenders Sport1 rückte den Siegener Regionalligisten mal wieder in den Blickpunkt einer größeren Öffentlichkeit und auch die Auftritte von Prominenz aus Sport- und Schlagerszene waren für die Sportfreunde ein schöner Nebeneffekt.

So hatte Lukas Podolski, in dessen Stiftung für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche der Reinerlös der Veranstaltung fließt, ein glückliches Strahlen im Gesicht, als er nach dem Finale der Fortuna zum Sieg gratulierte und seiner Prominentenmannschaft im Einlagespiel wichtige Tipps aufs Parkett mitgab.

Dass er überhaupt noch da war, grenzte schon an eine große Sache. Denn mittags hatte er mit seinem neuen Club Inter Mailand im Giuseppe-Meazza-Stadion noch sein erste Heimspiel in der Serie A gegen Genua bestritten und 3:1 gewonnen. Danach ging es ab in den Flieger nach Köln. Dem entsprechend war der Jubel groß, als „Poldi“ einlief in Gummersbach.

Der frühere Manager von Bayer Leverkusen, Reiner Calmund, glänzte in seiner ganzen Wucht, und Schlagergrößen wie DJ Ötzi und Jürgen Drews sorgten für den guten Ton.

Es war also schon so was wie „großes Kino“, das in Gummersbach ablief - und die Sportfreunde waren mittendrin statt nur dabei. Dass es sportlich ein bisschen besser hätte laufen können, vermerkte Daniel Schäfer nur am Rande.

Bedanken möchte er sich aber noch bei den Fans, die in dem für die Siegener frei gehaltenen Block für prächtige Stimmung unterm „Schwalbe-Dach“ sorgten. 250 hatten die Fahrt ins Bergische angetreten. Und die hatten ihrem Spaß - auch wenn es nicht viel zu bejubeln gab.

Zum Einsatz kamen: Poremba, Duschner, Retterath, Bouadoud, Micunovic, Arslan, Quaas, König, Geisler, Frisch, Kameraj und Kato.