Siegen II kann sich Aufstieg abschminken

Siegerland..  Die Damen sind ja schon durch, aber der Doppelaufstieg der ranghöchsten Herrenteams des RSVE Siegen fällt aus, da die zweite Mannschaft nach der Heimschlappe gegen Lüdenscheid II keine Chance mehr auf die Landesliga hat. Jubel hingegen beim TuS Ferndorf III, der sich mit seinem 41:33-Coup in Emst die Chance verbesserte, dem Abstieg aus eigener Kraft zu entgehen.

RSVE Siegen II – HSG Lüdenscheid II 23:24 (13:11). „Keine Ahnung, was bei in der Anfangs- und Schlussphase los war. So ein kurioses Match habe ich schon lange nicht mehr miterlebt“, kommentierte RSVE-Coach Joachim Braun die extrem schwankende Vorstellung seiner Schützlinge. Die Gastgeber zeigten eine extrem schwankende Leistung. Zu Beginn kam Siegen nicht mit der Manndeckung für Hauschild klar, produzierte viele Fehler. Als aber Christian Flender beim 1:7 (14.) zwischen die Pfosten ging und etliche Bälle entschärfte, ging ein Ruck durch dessen Vorderleute. Plötzlich hieß es 19:14 für Siegen, doch dann klappte wieder nichts. Lüdenscheid roch Lunte und nahmen, als auch noch der letze freie RSVE- Wurf vergeben wurde, beide Punkte mit. Obwohl Attendorn einen Zähler gegen Letmathe abgab, ist die Chance auf die Relegation für die Eiserfelder Reserve nun deutlich gesunken.

RSVE II: Dickel, Flender; Fuhrmann (7), Hauschild (5/2), Dilthey (4), Ulrichs (3), Schrey (2), Homrich (1), Fedec (1), Rothkegel, Philipp, van Dongen, Hettel, Babic.

DJK GW Emst – TuS Ferndorf III 33:41 (17:19). Das waren big points für die TuS-Dritte, die zwar weiterhin auf dem vorletzten Platz liegt, aber nächste Woche die punktgleiche TS Evingsen erwartet. Beim Ex-Landesligisten trumpfte Ferndorf mit einer Tore-Bestmarke auf. „Wir haben von Emst ein Fässchen bekommen“, wunderte sich Coach Martin Steinbach über die Großzügigkeit der Hausherren, die auch in puncto Deckungsarbeit spendabel waren. Nach 20 Minuten lag der TuS in Hagen dank engagierter Abwehr mit 19:12 vorne, leistete sich dann vermeidbare Fahrkarten, was Emst zum Anschluss nutzte. Mit Beginn der zweiten Hälfte hatten die Kreuztaler wieder alles im Griff. Eine zweite kleine Schwächephase führte vom 20:27 auf 25:29, aber da vor allem Feldmann und Thiemann konsequent vollstreckten, geriet der überraschende Erfolg nie in Gefahr.

TuS III: Stumpf, Thies; Feldmann (11/6), Hambloch (9), Thiemann (6), S. Strack (4), Heinrich (3), D. Strack (2), da Silva (2), Jung (2), Prinz (1), Maletz (1).