Sieg Nummer 16 einfahren und Dezember 2013 vergessen machen

Auszeit. Trainer Erik Wudtke gibt letzte taktische Anweisungen für die Schlussphase gegen Minden.
Auszeit. Trainer Erik Wudtke gibt letzte taktische Anweisungen für die Schlussphase gegen Minden.
Foto: Rene Traut

Ferndorf..  Die Handballer des TuS Ferndorf haben sich für das Drittliga-Auswärtsspiel am Samstag (16.30 Uhr) bei der zweiten Welle des Bundesliga-Dinos VfL Gummersbach zwei Dinge vorgenommen. Erstens soll die Erfolgsserie von jetzt 15 Siegen in Serie fortgesetzt werden, zweitens gilt es, die empfindliche 24:29-Schlappe aus dem Dezember 2013 zu den Akten zu legen.

Auch wenn mehr als ein Jahr seit diesem letzten Auftritt bei den Oberbergischen vergangen ist, vergessen ist er längst nicht. „Die Niederlage dort hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir unsere Ziele in der vergangenen Saison nicht erreicht haben“, wurmt Trainer Erik Wudtke auch heute noch der Auftritt in der Gummersbacher Schwalbe-Arena. Schon zur Halbzeit hatte sich beim Stand von 11:20 ein Debakel abgezeichnet.

Mitten im Leben

Daher sind die Ferndorfer froh, dass es nicht wieder in die neue, moderne Heimstatt vor den Toren der Kreisstadt geht, sondern wieder mitten hinein ins Gummersbacher Handball-Leben. Waren die Randerscheinungen in der durch Kunststoff-Vorhänge abgeteilten Arena wenig drittliga-würdig, so geht es am Samstag in der alten Eugen-Haas-Halle wieder standesgemäß zu.

„Natürlich wollen wir den 16. Saisonsieg einfahren“, umreißt Erik Wudtke das Ziel des kurzen Abstechers ins Bergische Land, der für die meisten im Kader auf halbem Weg zwischen Köln und Siegen liegt und für Torhüter Lucas Puhl praktisch vor der Haustür.

Der wechselte vor dieser Saison vom VfL ins Siegerland und ist natürlich besonders motiviert, bei seinem alten Club eine gute Figur abzugeben. Wie vor einer Woche gegen Minden sollen sich er und Kai Rottschäfer zwischen den Pfosten abwechseln.

Patrick Bettig wieder dabei

Die Gummersbacher Reserve schätzt der Ferndorfer Coach insgesamt als nicht so stark ein wie die U23 von GWD Minden, die den TuS am vergangenen Samstag gehörig zittern ließ. Doch die bundesliga-freie Zeit nutzten auch die Gummersbacher, um U23-Akteure aus dem Erstliga-Kader in der dritten Liga zum Einsatz zu bringen. So waren beim knappen Sieg in Neuss Julius Kühn und Simon Ernst dabei, die 14 der 28 VfL-Tore erzielten. Mit dem Duo ist auch am Samstag zu rechnen.

Beim TuS dürfte nach kurzer Verletzungspause Patrick Bettig wieder zum Einsatz kommen, der im Rückraum für Impulse sorgen soll. Und das, um zwei Dinge, die sich der TuS Ferndorf vorgenommen hat, in die Tat umzusetzen.