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Sieg in der „Gummersbacher Stählerwiese“

29.01.2012 | 22:27 Uhr
Sieg in der „Gummersbacher Stählerwiese“
Ferndorfs Tim Hilger ersetzte Christian Stelzenbach in der Schlussphase am Kreis. Archivfoto: Horst Schaumann

Es war ein Heimspiel, das die Ferndorfer in der Eugen-Haas-Halle bestritten. Nur eine Hand voll Zuschauer war in blau-weiß gekleidet, den Großteil auf der Tribüne machten Ferndorfer Farben aus. Die Begegnung zwischen VfL und TuS blieb bis zur Pause knapp, dann legten die Gäste den entscheidenden Zwischenspurt ein.

VfL Gummersbach II - TuS Ferndorf 23:31 (13:15). „Wir haben das Spiel von der ersten bis zur sechzigsten Minute kontrolliert“, zeigte sich Ferndorfs Caslav Dincic nach dem souveränen Auswärtsauftritt seiner Mannschaft zufrieden.

Die stärkste Phase der Gäste waren dabei die 20 Minuten nach Wiederanpfiff, als der TuS sich zwischenzeitlich eine 12-Tore-Führung erspielte.

„Man darf nicht vergessen, dass Gummersbach die zweitbeste Heimmannschaft der Liga ist“, so Dincic. Gescheitert waren in der Eugen-Haas-Halle in dieser Saison tatsächlich schon einige Mannschaften aus dem oberen Drittel: So unterlag etwa Edewecht in der Eugen-Haas-Halle mit 23:24, Wilhelmshaven kam gegen den VfL nicht über ein 27:27-Remis hinaus. Wer aufgrund der Ergebnisse einen gefüllten Handball-Tempel erwartet hatte, wurde aber bitterlich enttäuscht. „Wären von uns nicht so viele Zuschauer mitgefahren, wären es wohl deutlich unter 100 Besuchern gewesen“, kommentierte Ferndorfs Noch-Abteilungsleiter Harald Münker die dürftige Heim-Kulisse. Entsprechend leicht war die Halle natürlich in der Hand der Ferndorfer, die die Begegnung zu einem Heimspiel machten.

In der „Gummersbacher Stählerwiese“ waren die Rollen auf dem Feld dann schnell verteilt – obwohl der TuS komplett auf Michael Feldmann verzichtete. Der Kapitän machte sich zwar warm, nahm für die 60 Minuten Spielzeit aber auf der Bank Platz.

„Er ist heute Morgen um 5.30 Uhr als Lehrer aus der Skifreizeit seiner Schule zurückgekommen und war noch nicht wieder fit“, erklärte Dincic. Der TuS startete mit Rottschäfer im Tor, davor Alen Sijaric, Faulenbach, Schneider, Lange, Aust und Stelzenbach.

Die Ferndorfer „Starter“ fanden zwar gute Antworten auf die 6:0-Deckung der Gastgeber, produzierten aber einige technische Fehler zu viel.

„Schonzeiten“ änderten nichts am Ergebnis

Dazu kam, dass Gummersbachs Torwart-Oldie Thomas Heil viele Ferndorfer Chancen zunichte machte. Da der auffälligste Rückraumspieler der Hausherren, Marian Orlowski, bis zur Pause außerdem noch zu oft Räume von der TuS-Deckung zur Verfügung bekam, stand es zur Pause „nur“ 15:13 für Ferndorf.

Nach dem Seitenwechsel zog der TuS dann aber davon. „Wir haben mit der Zeit immer sicherer in der Abwehr gestanden und gut zugepackt“, lobte Dincic. Aus der sortierten Defensive entwickelten die Ferndorfer dann das nötige Tempospiel, um den Gastgebern viele „einfache Tore“ einschenken zu können. Den Gummersbachern fehlten ernsthafte Alternativen; aus der ersten Mannschaft war kein Akteur auf dem Spielbericht zu finden, die Stamm-Besetzung wurde zunehmend müde.

Ferndorf konnte seinerseits nun einigen Spielern „Schonzeiten“ gewähren, für Christian Stelzenbach etwa übernahm Tim Hilger am Kreis.

„Wir wollten kein Risiko vor dem Spiel gegen Wilhelmshaven eingehen“, kommentierte Dincic. Der Sieg gegen den VfL geriet zu keiner Zeit mehr in Gefahr, nach 48 Minuten stand es 28:16 für den TuS. Die Ferndorfer konnten sich nach Abpfiff deshalb relativ schnell gedanklich mit den nächsten Aufgaben beschäftigen.

„Der Kampf um Platz zwei wird bis zum Schluss spannend sein“, sagte Dincic vor dem wichtigen Duell gegen Wilhelmshaven. „Mit einem Heimsieg könnten wir allerdings ein wenig für Ordnung in der Tabelle sorgen“, fügte Harald Münker hinsichtlich der aktuellen Situation hinzu: Mit Wilhelmshaven, Wermelskirchen und Ferndorf stehen drei Teams mit elf Minuspunkten gleichauf.

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Hamers - Faulenbach (7/2), M. Sijaric, A. Sijaric (je 5), Dettling (4/1), Aust, Lange (je 3), Schneider (2), Allendörfer, Stelzenbach (je 1), Hilger.

Micha Sommer

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