„Sicherheitskonzept hat gegriffen“

Beim 29. Siegerland-Cup des TV Germania Buschhütten herrschten optimale Bedingungen.
Beim 29. Siegerland-Cup des TV Germania Buschhütten herrschten optimale Bedingungen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Am Tag danach stand er Rede und Antwort, der Organisationsleiter beim 29. Siegerland-Cup des TV Germania Buschhütten, einer der größten Triathlon-Veranstaltungen in Deutschland: Rainer Jung ist zudem Team-Manager des Ejot-Team TV Buschhütten.

Buschhütten..  Er ist ein Visionär, manchmal ein Träumer, einer, der anpackt, der sich der Verantwortung stellt, der organisiert und delegiert, der aber ohne seine Helfer aufgeschmissen wäre: Rainer Jung ist seit vielen Jahren Organisationsleiter beim Siegerland-Cup des TV Germania Buschhütten und als Manager des Ejot-Team TV Buschhütten auch im sportlichen Bereich eine wichtige Person.

Im Gespräch mit unserer Zeitung zog Jung ein Fazit des 29. Siegerland-Cups mit mehr als 800 Triathleten und der in den Siegen der beiden Buschhüttener Bundesliga-Teams seinen Höhepunkt hatte.

Wie fällt Ihr Fazit der größten Sportveranstaltung Kreuztals aus?

Klar, man kann immer was besser machen, aber aus meiner Sicht war es mit Abstand das Beste, was wir je auf die Beine gestellt haben.

Es ist also auch organisatorisch alles glatt gelaufen?

Für uns war wichtig, dass das Sicherheitskonzept greift. Bei der 1. Herren-Bundesliga gab es auf dem Radsplit einen Sturz. Der Streckenposten gab das Planquadrat sofort an die Orga-Leitung durch, und der Notarztwagen war keine Minute später vor Ort. Ansonsten gab es noch einen Zeckenbiss zu behandeln und ist ein Kind gefallen. Bis kurz vor dem Start der 1. Herren-Bundesliga haben uns zwei Rehe in Atem gehalten, die durch ein Loch im Zaun auf die HTS gelangt waren. Ein Motorradfahrer von uns hat immer geschaut, dass die Rehe nicht die Autobahn queren. Und auf einmal waren sie wieder verschwunden.

Das Wetter war super. Sind auch genügend Zuschauer gekommen?

Wenn die Fußballer das Flutlicht einschalten, kommen gleich 1000 Zuschauer. Wir aber zeigen Triathlon und müssen uns um jeden Zuschauer bemühen. Ich habe aber viele Leute gesehen, die noch nie da waren. Ich fand die Resonanz insgesamt sehr gut.

Kommen wir zum Sport. Haben sich all Ihre Wünsche erfüllt?

Die Frauen waren souverän. Bei unseren Männern dachte ich, dass wir uns mit Platz 2 abfinden müssen. Es sprach für die Mentalität der Mannschaft, dass sie noch vorgelaufen ist. In der 2. Liga haben wir gesehen, dass erste Plätze keine Selbstläufer sind. Dass andere gewinnen, ist gut für die Liga.

Steht schon fest, welche Besetzung beim zweiten Rennen am 6. Juni in Kraichgau zu erwarten ist?

Andere, denn die Deutschen brauchen noch Punkte, um nach Rio zu kommen und der Wettkampf zwischen zwei Weltcups liegt. Bei den Herren rechne ich aber fest mit dem Südafrikaner Richard Murray.

Können Sie sich vorstellen, dass der Siegerland-Cup auch mal in Siegen durchgeführt wird?

Ich bin immer einer, der gerne mal spinnt. Es gibt Citys, die solch eine Veranstaltung vertragen. Dann wird für das Schwimmen halt ein Becken aufgeblasen. Andererseits hilft uns die Stadt Kreuztal seit fast 30 Jahren. Wir wissen, was wir ihr zu verdanken haben. Man sollte nicht alles machen, auch wenn es 10 Prozent mehr bringen könnte.