Schöler neuer SFS-Chef

Der in Teilen neue Sportfreunde-Vorstand mit dem ausgeschiedenen ersten Vorsitzenden Ulrich Steiner (Zweiter von rechts) mit (von links): Jens Behrend, Roland Schöler, Frank Weber, Reiner Jakobs, Ralf Utsch und Heiko Maurer.
Der in Teilen neue Sportfreunde-Vorstand mit dem ausgeschiedenen ersten Vorsitzenden Ulrich Steiner (Zweiter von rechts) mit (von links): Jens Behrend, Roland Schöler, Frank Weber, Reiner Jakobs, Ralf Utsch und Heiko Maurer.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Bei den Sportfreunden Siegen hat es am Dienstagabend den angekündigten Stabwechsel an der Vereinsspitze gegeben: Roland Schöler (51) wurde mit 109 Ja- und 23 Nein-Stimmen zum neuen ersten Vorsitzenden und damit Nachfolger von Ulrich Steiner gewählt.

Siegen..  Die Siegener Sportfreunde haben einen neuen ersten Vorsitzenden: Roland Schöler (51) löst an der Spitze des Vereins Uli Steiner ab. Der setzte am Dienstagabend im Hüttensaal der Siegerlandhalle seine Ankündigung vom November vergangenen Jahres in die Tat um und schied aus dem Amt aus.

Die Trennung von der Geschäftsführung der mittlerweile still gelegten Spielbetriebs-GmbH und dem Vorsitz des eingetragenen Vereins ist damit also gewährleistet.

In Eintracht und Harmonie konnte, wie vom Vorstandstisch vorgeschlagen, auch über die weitere Ämterverteilung im jetzt sechs­köpfigen Führungsgremium en bloc abgestimmt werden. Zwar waren 53 der 135 stimmberechtigten Mitglieder auf dieser außerordentlichen Mitgliederversammlung gegen diese gemeinsame Wahl, doch letztlich blieben die roten Stimmkarten als Gegenstimmen bei der eigentlichen Wahl unter dieser Zahl.

Neben Roland Schöler wurde auch Reiner Jakobs, seit November zunächst beratend in Sachen Verbindungsmann zwischen Sport und Vorstand tätig, als neuer Vorstand Sport in die Führungsebene des Regionalliga-Absteigers gewählt.

Die vier restlichen Vorstandsmitglieder sind die alten: Jens Behrend und Frank Weber als stellvertretende Vorsitzende, Heiko Maurer als Vorstand Finanzen und Ralf Utsch als für das Marketing verantwortlicher Vorstandsmann.

Es war das eigentliche Anliegen des Vorstandes, dieses Votum für die Fortsetzung der bisherigen Arbeit von den Mitgliedern zu erhalten. Das ganze Gerede im Vorfeld, das sich schleunigst etwas ändern müsse, blieb vor der Tür. Die Leute, die als Außenstehende diese Änderung gefordert haben, hatten an diesem Abend nichts mehr hinzu zu fügen. Eigentlich also alles wie immer. Warum also sich den Kopf zerbrechen, wenn dann doch im Prinzip alles beim Alten bleibt?

Sportliche Wertigkeit

Nun, das Neue ist die sportliche Wertigkeit, in der die Sportfreunde ihre von vielen geforderte „Leuchtturm-Funktion“ über die Grenzen der Stadt hinaus verloren haben. „Aber da müssen wir wieder hin“, forderte Roland Schöler in seiner Antrittsrede. „Wir sind in einer Talsohle angekommen. Um wieder nach vorne zu kommen, benötigen wir das Vertrauen in unsere Arbeit.“ Falsche Hoffnungen könne und wolle er nicht hegen, vielmehr müsse die Messlatte realistisch angesetzt werden.

Im Vorfeld der Wahl hatte er für dieses Vertrauen unter den Mitgliedern geworben: „Wenn ich nur 51 Prozent der Stimmen bekommen sollte, nehme ich die Wahl nicht an.“ Nun, vor dieser Hürde musste Roland Schöler nicht bange sein.

„Ich trete an, um Brücken zu bauen, um gemeinsam mit anderen Vereinen in Südwestfalen eine Macht zu werden. Lasst uns das Sportfreunde-Schiff gemeinsam wieder auf Kurs bringen.“

Ein Appell, der gerne gehört wurde im Plenum. Ob jeder dran glaubt, steht auf einem anderen Blatt. Das Kapitel Uli Steiner endete mit folgenden Worten des scheidenden Vorsitzenden: „Meine Mission ist beendet...“