Schlusslicht beim Primus zu Gast

Der Erndtebrücker Laurenz Wassinger(re.) traf beim 4:0  in Sprockhövel zwei Mal. Das will er Montag wiederholen.
Der Erndtebrücker Laurenz Wassinger(re.) traf beim 4:0 in Sprockhövel zwei Mal. Das will er Montag wiederholen.
Foto: Fischer / Funke Foto Services

Erndtebrück..  Der Bus war bestellt, Pläne waren geschmiedet. Aus Gütersloh waren nämlich am Vormittag des Gründonnerstag noch keine Meldungen heraus gedrungen, dass die Oberliga-Partie gegen den TuS Erndtebrück ausfallen könnte. Dann - es war schon gegen 13 Uhr - der Anruf bei Trainer Florian Schnorrenberg: „Die Stadt hat den Rasenplatz im Heidewaldstadion gesperrt, das Spiel fällt aus.“

Zeitige Abfahrt

„Das war spät, fast ein bisschen unverschämt“, zürnte der Übungsleiter der Wittgensteiner. „Das hätte die Platzkommssion auch am Vormittag oder schon am Mittwoch über die Bühne bringen können.“ Am FC Gütersloh selbst übte Schnorrenberg keine Kritik, denn der ist ja nun mal abhängig von der „Schnelligkeit“ der Verwaltung.

Nun, Spielausfall in Ostwestfalen, wenigstens so früh bekannt gegeben, dass sich der Tross des TuS noch nicht auf den Weg gemacht hatte. Wegen des Oster-Reiseverkehrs und angekündigter Staus war schon mit einer zeitigen Abfahrt geliebäugelt worden.

Aller Voraussicht nach können sich die Erndtebrücker auf den 14. Mai (Himmelfahrt) als Nachholtermin des Nachholspiels im Heidewald gefasst machen.

Aus dieser englischen Woche wurde also nichts, und so blieb mehr Zeit, um sich auf den Auftritt des abgeschlagenen Schlusslichts SV Zweckel am Ostermontag (15 Uhr) vorzubereiten.

Die Gäste vom westlichen Rand des Ruhrgebiets haben mit 14 Punkten die Rote Laterne von der erstarkten Herner Westfalia übernommen und haben mit sieben Zählern Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz wohl schon zu viel Boden gut zu machen, um noch über den Klassenerhalt nachdenken zu können.

Dennoch kein Grund für die Erndtebrücker, den Gegner etwa auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir bereiten uns gewissenhaft auf das Spiel vor, wissen, dass wir uns auf eigenem Platz keine Blöße geben sollten.“

Übliche Vorbereitung

Dass der Tabellenführer das Schlusslicht erwartet, ist für Florian Schnorrenberg also kein Grund, auch nur ein Jota von der üblichen Herangehensweise in Sachen Spielvorbereitung abzuweichen: „Dafür steht für uns zu viel auf dem Spiel“, so der Coach. Die Tabellenführung eben - auch wenn sie der Brachbacher derzeit eher als erfreuliche Momentaufnahme betrachtet.