Rückkehr an ehemalige Wirkungsstätte

Klafelds Trainer Klaus Schmidt und Ex-Bundesliga-Torwart Peter Endrulat.
Klafelds Trainer Klaus Schmidt und Ex-Bundesliga-Torwart Peter Endrulat.
Foto: WP

Geisweid..  Ex-Bundesliga-Torwart Peter Endrulat ist nach etlichen Jahren in die Nähe seiner Siegerländer Heimat zurück gekehrt. Der gebürtige Bürbacher hat nach seiner Profizeit seine Zelte im hessischen Haiger aufgeschlagen und ist Trainer geworden. Mit seiner SG Eschenburg aus der hessischen Kreisoberliga tauchte er jetzt zum Test gegen den VfL Klafeld-Geisweid - der gewann 3:1 - im Hofbachstadion auf. Alte Freunde wie Klaus Schmidt, Gerd Hinnenkamp freuten sich auf dieses Wiedersehen.

Der inzwischen 60-jährige Peter Endrulat heuerte zu Beginn der 60er Jahre als eines der damals vielen Bürbacher Fußballtalente beim traditionsreichen Nachbarverein VfB Weidenau an, um eine große Torwartkarriere zu beginnen. Von der dort wurde der Keeper zehn Jahre später, in der Spielzeit 1974/75, zum FC Schalke 04 gelotst.

40 000 Mark für den VfB

Der damals noch in der Landesliga spielende VfB durfte für diesen Transfer satte 40 000 D-Mark einstreichen. Später wechselte Peter Endrulat zu Schalkes „liebem Nachbarn“ Borussia Dortmund und Trainer-Dino Otto Rehhagel. Hier machte Peter Endrulat vor allem durch eine torreiche (zweistellige) Schlappe des BVB im letzten Bundesligaspiel der Spielzeit 1977/78 gegen Borussia Mönchengladbach von sich reden.

Peter Endrulat heute: „Das Ergebnis kann und will ich nicht mehr hören und lesen.“ Versprochen, Schwamm drüber.

Der seit vielen Jahren in Haiger wohnende Trainer und A-Lizenzinhaber hatte zu Beginn seiner Trainerkarriere u.a. beim VfL Hamm und dem SSV Dillenburg gearbeitet.

In der Kreisauswahl

Hier traf Peter Endrulat auch desöfteren auf sein Klafelder Trainer-Pendant Klaus Schmidt, der vor seinem Wechsel als Spieler zum Zweitligisten Rot-Weiß Lüdenscheid u.a. auch beim damaligen Hessen-Oberligisten Haiger kickte und später mehrere Vereine im ehemaligen „Dillkreis“ trainierte.

Neben Schmidt agierte beim Test an der Seitenlinie im Hofbachstadion auch Gerd Hinnenkamp, z.Zt. „Mädchen für alles“ bei den „Fürsten“ und für die im März stattfindende Jahreshauptversammlung für das ein oder andere Vorstandsamt beim VfL im Gespräch. Hinnenkamp ist schon von Kindesbeinen an mit Peter Endrulat befreundet, spielte mit ihm in jungen Jahren gemeinsam in der Siegerländer Kreisauswahl.

Väter und Söhne

Eine Familienzusammenführung der besonderen Art gab es obendrein. Während bei den Hessen Endrulat-Sohn Carsten im Mittelfeld agierte, beeindruckten bei den Klafeldern Hinnenkamps Sprössling Christian als Sturmtank sowie der nach langer Verletzungspause wiedergenesene Trainer-Filius Dominik Schmidt als Mittelfeldregisseur.

Klar, dass sich der „Fußball-Sechser“ der Familien Endrulat, Schmidt und Hinnenkamp nach dem Spiel noch zum gemütlichen Erfahrungsaustausch im VfL-Sportheim versammelte.