RSVE Siegen will Platz eins verteidigen

Einer von mehreren Angeschlagenen im Kader des RSVE Siegen: Alen Sijaric.
Einer von mehreren Angeschlagenen im Kader des RSVE Siegen: Alen Sijaric.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der RSVE Siegen kann am Samstag den nächsten Schritt Richtung Aufstieg machen. Im Heimspiel gegen Oberaden sind die Eiserfelder Favorit. Vor einer hohen Auswärtshürde steht der TuS Ferndorf II bei Teutonia Riemke.

Siegerland..  Weiter mittendrin im Titelkampf der Handball-Verbandsliga stecken die beiden Vertreter aus dem Siegerland. Der RSVE Siegen hat sogar die Tabellenspitze erobert, die er im Heimspiel am Samstag (19.15 Uhr) gegen den Vorjahresdritten SuS Oberaden behaupten will.

Zum Jahreswechsel gehörten die Oberadener noch zum Kreis der Titelkonkurrenten, doch extremes Verletzungspech von fünf Stammkräften (drei Kreuzbandrisse, zwei Schulterverletzungen) haben das Team der Trainerlegende Ralf Weinberger erheblich dezimiert. Entsprechend mager fiel die Punktausbeute in 2015 aus, denn außer dem überraschenden 33:30-Derbysieg über Bergkamen gab es nur noch ein Remis gegen Schlusslicht Höchsten. Zuletzt wurde der Tabellensiebte vom Neuling aus Herne mit 31:16 deklassiert und kommt vermutlich mit wenig Selbstbewusstsein nach Eiserfeld.

Reh wohl spielberechtigt

Das käme RSVE-Trainer Mirza Sijaric durchaus gelegen, denn er hat mit den Auswirkungen des harten Einsteigens des SuS-Lokalrivalen aus Bergkamen zu kämpfen. Seinem Bruder Alen sieht man deutlich einen Schlag auf die stark geschwollene Nase an, Frieder Krause hat eine Bänderdehnung davongetragen. Zudem plagt sich Torjäger Tim Kolb mit Rückenbeschwerden herum, ist Johannes Krause ebenso erkrankt wie der Coach selbst. So leitete Anfang der Woche Keeper Hilmar Gudmundsson das Training, konnte dabei nur eine Hand voll Stammkräfte begrüßen, musste sich auf individuelle Übungen beschränken. Keine gute Voraussetzungen also für eine Revanche für die 27:28-Hinspielniederlage, aber die Eiserfelder haben mehrfach bewiesen, dass sie gerade in eigener Halle mit personellen Widrigkeiten umgehen können.

Beim TuS Ferndorf II ärgert man sich immer noch über die Endphase der Partie gegen Hattingen, wo eine 35:31-Polster nicht zum fest eingeplanten Sieg reichte. Immerhin sieht es, was eine „Entsperrung“ für Spielmacher Benjamin Reh anbelangt, recht gut aus, denn die Unparteiischen haben ihren Fehler – Reh befand sich beim letzten TuS-Konter auf dem Weg zur Auswechselbank - in ihrer Stellungnahme für die Staffelleitung eingeräumt, so dass Coach Michael Lerscht davon ausgeht, dass sein Regisseur am Samstag (19 Uhr) im Auswärtsmatch beim Ex-Oberligisten SV Teutonia Riemke auflaufen kann.

Tempovorteile nutzen

Natürlich richten sich an diesem Wochenende alle Ferndorfer Blicke auf den Drittliga-Gipfel in Hagen, wird vom Verlauf der Partie abhängen, ob der eine der andere Akteur genügend Kraft und Motivation hat, um die zweite Mannschaft in Bochum zu verstärken. Schon im Hinspiel hatten es die Kreuztaler beim 29:27-Erfolg enorm schwer gegen die robusten Teutonen, die im neuen Jahr allerdings nur gegen Dortmund und Herne gewonnen haben und auf den neunten Platz abgerutscht sind.

„Wir müssen sehr konzentriert verteidigen und unsere Tempovorteile nutzen“, nennt Lerscht die Schlüssel zum Erfolg.