RSV-„Arbeitssieg” gegen Lüdenscheid
15.03.2009 | 18:09 Uhr 2009-03-15T18:09:00+0100
Siegen-Niederschelden. (miso) Vergangene Woche hatte der RSV nicht nur einen Gegner, sondern auch die Müdigkeit zu bekämpfen: Vor der morgendlichen Partie in Recklinghausen spielte Eiserfeld so eine Runde Fußball zum Wachwerden vorm eigentlichen Aufwärmen und holte danach einen Auswärtssieg.
Eine Woche später ließ der RSV den Fußball in der Tasche - das Ergebnis war torgenau das gleiche. Gegen die HSG Lüdenscheid gewann Eiser-feld am Samstagabend in der Rundturnhalle mit 33:29. Eins vorweg: Schön anzusehen war der neunte Sieg des RSV in Serie wahrlich nicht. „Das fiel heute unter die Kategorie 'Arbeitssieg'”, so Eiserfelds Trainer Joachim Braun. Glück für den RSV, dass den Lüdenscheidern mit Davor Fath und Außen Hassan Ahmad zwei der Hauptgefahren im Angriff krankheitsbedingt nicht zur Verfügung standen.
„HSG Dralus” fehlte am Ende die Luft für mehr Dennoch - oder vielleicht grade deswegen - taten sich die Hausherren besonders in der ersten Hälfte allzu schwer gegen die HSG. In der Abwehr bekam der RSV Lüdenscheids Thomas Dralus sogar mit Manndeckung kaum in den Griff, im eigenen Angriff fehlte die Geduld. Braun: „Wir wollten das Spiel schnell machen, um Lüdenscheid müde zu machen. Dabei haben wir aber so viele Fehler produziert, dass die HSG nur darauf warten musste.” So lagen die Eiserfelder beim 9:13 erstmals deutlich zurück, bis zur Pause (15:18) waren es immerhin „nur” drei Tore Differenz. Nach der Pause spielte wie geplant der „Faktor Zeit” dem RSV in die Karten. Die „HSG Dralus” schaffte es jetzt seltener, im Angriff leichte Tore zu erzielen, Eiserfeld drehte die Partie auf 22:19. Eine der Vorentscheidungen zu Gunsten der Hausherren: Lüdenscheids Abwehrchef Axel Schürfeld erhielt im zweiten Durchgang die Rote Karte, die Lücken in der HSG-Abwehr wurden anschließend geräumiger. Dann allerdings drehte Patrick Huhn im Gästetor auf, holte die HSG mit vielen Paraden auf 23:23 ins Spiel zurück. Bis zum 29:29 blieb Lüdenscheid auf Augenhöhe, die Luft schwand nun aber sichtlich. Das nutzten die Gastgeber, bei denen vor allem Karl Bäumner in der zweiten Hälfte den „Hammer auspackte”, gnadenlos aus: Mit einem „Viererpack” markierte der RSV die Entscheidung und behielt so beide Punkte in der eigenen Halle. Da auch die PSV Recklinghausen ihr Spiel gegen die HSV Werdohl/Versetal mit 34:28 gewann, bleibt Eiserfeld weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz. RSV: Dickel, Eckhardt - Bäumner (10/4), Nies, Friesenhagen (jeweils 5), Schneider (4), Scholz (3), Krause, Weiskirch (jeweils 2), Hauschild, Kunz (jeweils 1), Sobbeck, Weller.