Roman Rosenberg nach Familienbesuch in Siegen fit für Erfolg

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Attendotrn..  Roman Rosenberg hat zum zweiten Mal das Internationale Tischtennis-Neujahrsturnier des TV Attendorn gewonnen. Der 31-Jährige setzte sich bei der 30. Auflage gestern Abend im Finale der Herren-S-Klasse mit 3:1-Sätzen gegen Erik Bottroff vom Zweitligisten Borussia Dortmund durch. Auf dem dritten Platz landeten Michael Servaty vom Drittligisten TuS Xanten und Lennart Wehking vom in der 2. Bundesliga spielenden 1. FC Köln.

Zu den ersten Gratulanten gehörte Rosenbergs ehemalige Vereinskollegin Susanne Rohrmann. Die für den TTC Schwalbe Bergneustadt aufschlagende Attendornerin hatte zuvor die Damen-A-Klasse gewonnen. Die beiden Erstplatzierten aus dem letzten Jahr, Nadine Sillus und Alexandra Scheld, waren mit dem Zweitligateam von TuS Uentrop im Trainingslager.

Wlfried Lieck durfte nicht fehlen

Roman Rosenberg ist von Bergneustadt als Spielertrainer zum Badenligisten (Verbandsliga) TTC Mühlhausen gewechselt und wohnt an der Grenze zur Schweiz. Die Anreise nach Attendorn war aber nicht so weit, denn die Familie verbrachte die Feiertage in Siegen. Seinen zweiten Turniersieg hatte Rosenberg angesichts der „starken Konkurrenz nicht erwartet“.

Titelverteidiger Zoltan Fejer-Konnerth musste kurzfristig wegen einer Knieverletzung passen. „Schade, dass der Vorjahressieger fehlt”, bedauerte Turnierleiter Roland Eggers bei der Vorstellung der acht Teilnehmer der Herren-S-Klasse die Abwesenheit des vielfachen deutschen Nationalspielers.

Einer durfte gestern in der Rundturnhalle nicht fehlen: der Lüdenscheider Wilfried Lieck. Die Tischtennislegende weiß selbst nicht mehr so genau, wie oft er beim Neujahrsturnier schon aufgeschlagen hat. Im Oktober wird der mehrfache Deutsche Meister 70 Jahre alt. Ehrgeizige Ziele hat die Nummer 4 des Verbandsliga-Spitzenreiters TTC Altena nach wie vor. Zwar musste der 69-Jährige wegen eines Bandscheibenvorfalls im Sommer 2014 die Senioren-Weltmeisterschaft in Neuseeland ausfallen lassen. „In Spanien bin ich aber wieder dabei”, hat Wilfried Lieck schon die nächste Senioren-WM im Blick.

Schwund bei den Schülern B

Insgesamt waren beim 30. Neujahrsturnier des TV Attendorn rund 430 Sportler am Start. Das sind fast 100 weniger als im Vorjahr. „430 ist aber immer noch eine gute Zahl. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Turnierleiter Roland Eggers.

Die Gründe für die rückläufigen Zahlen liegen auf der Hand. „Gerade bei den Jüngsten ist das ganz gravierend. Es gibt immer weniger Kinder. Das macht sich auch bei uns bemerkbar“, berichtete Eggers.

So ist das Teilnehmerfeld bei den Schülern B von 45 im vergangenen Jahr auf 18 geschrumpft. In der Damen-B-Klasse, vor Jahren auf Wunsch vieler Spielerinnen eingeführt, traten nur sechs Sportlerinnen an. Neben einigen anderen Turnieren zum Jahreswechsel gab es als zusätzliche Konkurrenz auch noch Ranglistenturniere für Jugend und Schüler.

TVA-Abteilungsleiter Johannes Wilkmann konnte sich über einen familieninternen Erfolg freuen. Sein Bruder Christoph gewann nach einer längeren Pause in der Herren-C-Klasse das Doppel.

Das schaffte bei den Senioren auch der für den TV Attendorn startende Ferenc Fejer-Konnerth, Bruder des Vorjahressiegers in der Herren-S-Klasse