„Reinhauen und bis zum Ende kämpfen“

Viktor Folenweider vom TuS Erndtebrück III trifft im Spiel beim SV Oberes Banfetal
Viktor Folenweider vom TuS Erndtebrück III trifft im Spiel beim SV Oberes Banfetal
Foto: WP
Was wir bereits wissen
In der Fußball-Kreisliga B2 bahnt sich vier Spieltage vor Schluss ein echter Showdown um den Aufstieg in die A-Kreisliga an. Mit den Sportfreunden Eichen-Krombach (51 Punkte) und dem TuS Erndtebrück III (50) liefern sich eine Siegerländer sowie eine Wittgensteiner Mannschaft ein heißes Duell um die Meisterschaft.

Siegen-Wittgenstein..  Neben den ersten beiden könnte zudem noch der VfB Banfe (46) und der SV Feudingen (45 Punkte) in den Aufstiegskampf eingreifen, allerdings dürften diese beiden Kandidaten allenfalls mit Hilfe eines „Fußball-Wunders“ Chancen haben, weil das Spitzenduo zwei Mal patzen müsste. Die Westfalenpost hat die aktuelle Situation des Spitzenreiters aus Eichen-Krombach und des Zweitplatzierten vom Pulverwald genauer beleuchtet.

Die Ausgangslage

Für Eichen-Krombach ist die Devise für die verbleibenden vier Spiele relativ simpel: Gegen den TuS Johannland, den FC Hilchenbach II und die Sportfreunde Birkelbach II müssen drei Siege her, dann würde ein Punkt zu Hause gegen den TuS Erndtebrück III für den Aufstieg reichen. Die Wittgensteiner dürfen dagegen auf keinen Fall das direkte Duell am übernächsten Sonntag verlieren, sonst dürfte der Zug in Richtung Aufstieg abgefahren sein.

Bei einem Punktgewinn wäre die Röthig-Elf auf einen Patzer der Sportfreunde angewiesen. Fakt ist: Beide Mannschaften sind heiß auf den Aufstieg in die A-Liga.

Die aktuelle Form

Dirk Sauer, Trainer der Sportfreunde Eichen-Krombach, sieht seine Mannschaft nach zuletzt schwächelnden Auftritten „langsam wieder im Aufwärtstrend“, auch wenn die Siegerländer „nur“ einen Sieg aus den vergangenen vier Spielen erringen konnten. Auf Erndtebrücker Seite tat die 1:3-Niederlage gegen die Sportfreunde Edertal sehr weh, denn darauf folgten zwei spielfreie Wochenenden sowie ein 1:1 gegen den VfL Girkhausen. Erst mit dem 5:1-Derbysieg über den SV Schameder fand der TuS zurück in die Erfolgsspur. Zwischenfazit: Sowohl die Sauer- als auch die Röthig-Elf gehen nur bedingt formstark ins Saisonfinale.

Die personelle Situation

Gegen den SV Feudingen verloren die Sportfreunde mit Rafael Schymitschek (20 Tore, 5. Gelbe Karte) und Kevin Schymitschek (11 Tore, Rote Karte) zwei überragende Offensivakteure. Zumindest in Johannland muss Dirk Sauer auf beide verzichten, wodurch Daniel Argandona (20 Tore) nahezu im Alleingang für die Treffer sorgen muss.

Ondrej Ficek (Rote Karte) und Ondrej Skoumal (Zerrung) können wohl erst am letzten Spieltag wieder mitmischen, während René Röthig (Fersensporn), Nico Hoffmann und Rafi Mazraani (Schmabeinentzündung) die komplette Saison ausfallen. Zudem plagt die 2. Mannschaft des TuS ebenfalls akute Personalsorgen, so dass Röthig wohl ohne Unterstützung aus der Westfalenliga auskommen muss.

Die Sicht der Trainer

„Wenn uns jemand vor der Saison einen möglichen Aufstieg prophezeit hätte, wir hätten sofort unterschrieben. Wir haben zwar nichts zu verlieren, aber die Jungs sind heiß“, sagt Sauer. Während sein Erndtebrücker Pendant Röthig fordert: „Ich appelliere an die Mannschaft: Wenn wir aufsteigen wollen, dann müssen sich die Jungs reinhauen und bis zum Ende kämpfen.“