Rebekka Otterbach zweitschnellste Läuferin auf der Bundesstraße 1

Soest..  Was für eine Überraschung, was für ein Jubel. Rebekka Otterbach konnte es kaum fassen. Im Ziel riss sie die Arme hoch vor Glück. Sie kam kaum dazu, durch zu schnaufen, da wurde sie schon von den Medien umlagert - denn die 28-jährige Langstrecklerin des TuS Deuz hatte vorher niemand nicht auf der Rechnung.

Klare Siegerin über 15 km von Werl nach Soest wurde zwar die favorisierte Annika Gomell (USC Bochum) in 53:39 Minuten, aber danach kam schon die gebürtige Fischbacherin unter dem Jubel der Zuschauer auf dem Soester Marktplatz über die Ziellinie. Nach 56:47 min. war sie zurück, was auch ihren an der Strecke stehenden Heimtrainer Dieter Müller völlig überraschte. „Sie hat viele Trainings-Kilometer in den letzten Wochen gemacht“, so ihr Coach. Rebekka Otterbach wurde für ihren mutigen Lauf belohnt und hatte zur Drittplatzierten, der Dortmunderin Vanessa Rösler (57:54 min.), einen klaren Vorsprung.

Zweite in der Gesamtwertung eines Felds von 949 Läuferinnen beim Silvesterlauf von Werl nach Soest, das kann sich sehen lassen.

Trainer-Ehefrau als 13. im Ziel

„Noch einmal ein schöner Erfolg zum Jahresabschluss“, so Dieter Müller weiter, dessen Ehefrau Gabi Müller-Scherzant ebenfalls aktiv war. Nur unweit ihrer Geburtsstadt Fröndenberg lief die 45-Jährige als Gesamt-13. nach 1:03:58 Std. ins Ziel und war damit Dritte ihrer Altersklasse W45.

„Eine gute Entscheidung“, meinte Dieter Müller, „nach der witterungsbedingten Absage des heimischen Silvesterlaufs an der Obernau, sich für Werl zu entscheiden, um dort, am größten deutschen Silvesterlauf über die B1, dabei zu sein.“ Der TuS Deuz war mit einer kleinen Gruppe angereist. Dazu zählte auch der Neuzugang Anno Dallmann. Der 29-jährige Student der Uni Siegen packte die 15-km-Distanz in 55:31 min. und wurde Gesamt-32. (13./MHK). Bis Kilometer 12 lief ein weiterer Deuzer Neuzugang: Lars Brandenburger. Er musste Dallmann dann jedoch ziehen lassen, packte sein Rennen aber in 55:50 min. als Gesamt-35. und Siebter der AK M35.

In seiner Heimat lief auch wieder Andreas Oster mit, der sich auf 1:05:41 Std. (Gesamt-294./52. der AK 45) steigerte. Seine 16-jährige Tochter Anna-Sophie startete über 5 Kilometer und wurde im 190-köpfigen Feld mit 28:20 min. Zehnte der WJU18 (Gesamt-61.).

„Mocki II“ Gesamt-Achter

Ein würdiger Vertreter der heimischen Läufer-Gilde war bei den Männern Markus Mockenhaupt (SG Wenden). Der 34-jährige Zwillingsbruder von „Mocki“ wurde Gesamt-Achter und zugleich Zweiter der AK M30 in 50:02 Minuten. Es siegte der 25-jährige Essener Thorben Dietz (LG Dorsten) in 46:05 min. vor dem Vorjahres-Gewinner Dominik Fabianowski (ASV Köln/47:06 min.).