Platz eins souverän verteidigt

Dreifacher Torschütze beim Sieg gegen den SV Zweckel: Markus Waldrich.
Dreifacher Torschütze beim Sieg gegen den SV Zweckel: Markus Waldrich.
Foto: WP

Erndtebrück..  Der vierte Sieg in Serie, das zweite „zu null“ - der TuS Erndtebrück verteidigt die Tabellenspitze in der Fußball-Oberliga durch den am Ende souveränen 3:0 (1:0)-Erfolg gegen Schlusslicht SV Zweckel. Mann des Tages am Pulverwald: Markus Waldrich. Im Alleingang schoss der für den erkrankten Kapitän Thomas Ziegler noch einmal mit der Spielführer-Binde aufgelaufene Stürmer das Kellerkind aus Gladbeck ab. In der 20., 56. und 69. Minute versenkte er die „Eier“ im Nest des Gegners.

Österliche Stimmung verbreitete das Spiel des TuS in der Anfangsphase. Kaum mal ein „Ah...“ oder Oh...“ der 150 Zuschauer rund um den Kunstrasen. Es war still um den TuS.

Der harmlose Gast versteckte sich gar nicht so sehr, wirkte offensiv. Doch im Abschluss gefährdeten die Zweckeler den Kasten von Keeper Patrick Hammel kaum. Dass sich die Wittgensteiner nicht vollends einlullen ließen, dafür sorgte dann Markus Waldrich. Auf Zuspiel von Ryo Kaminishi ist er in der 20. Minute erstmals zur Stelle und beruhigt die Gemüter.

Lob vom Gäste-Trainer

Von nun ist der TuS praktisch Herr im eigenen Haus. Dieser eine Treffer - so könnte man meinen - zog den Akteuren von SV-Trainer Günter Appelt bereits den Zahn. Und der lobte die Erndtebrücker am Ende über den grünen Klee: „Das ist die stärkste Mannschaft der Liga, die den Regionalliga-Aufstieg schaffen wird.“

Worte, die Florian Schnorrenberg zwar gerne hört, aber längst nicht verinnerlichen mag: „Es ist noch ein weiter Weg, vor uns stehen noch elf schwere Spiele.“

In der Tat. Zweckel ist für das noch zu absolvierende Programm gewiss nicht der Maßstab. Ahlen, Rhynern, zwei Mal Gütersloh, Erkenschwick, Rheine, die erstarkten Herner - das ist nicht von Pappe.

Dass aus Florian Schnorrenberg an diesem Ostermontag ein zufriedener Trainer nach einer souveränen zweiten Hälfte wurde, dafür sorgten das insgesamt stärker gewordene Passspiel, die Beweglichkeit der eingespielten Reihen - und eben Goalgetter Waldrich. Mit seinem zweiten Streich zehn Minuten nach der Pause war der Sack zu. Wie er im Strafraum-Zweikampf gegen den routinierten Norman Seidel seinen Körper einsetzt und die Ruhe im Abschluss zum Schuss ins lange Eck findet - das ist Sonderklasse. Das 2:0 ist natürlich die Entscheidung in diesem Spiel.

20 Minuten vor Schluss nimmt Waldrich den Pass von André Schilamow 15 Meter vor dem Tor auf. Wie ein Strich zischt die Kugel ins kurze Eck - an manchen Tagen gelingt einfach alles.

In drei Wochen, wenn nach dem Auswärts-Spiel am kommenden Sonntag in Neuenkirchen die Partien gegen Erkenschwick (19. April) und in Rhynern (26. April) absolviert sind, dürfte im Rennen um den Regionalliga-Aufstieg die eine oder Frage beantwortet sein. Nach dem 10. Mai und dem Erndtebrücker Spiel in Ahlen womöglich auch in Richtung Meisterschaft in der Oberliga Westfalen.