Perfekter Tag für RSV Osthelden

Fast 100 Jedermänner und Jederfrauen gingen am Sonntag bei der  2. Cross-Duathlon-Challenge des RSV Osthelden "Hünsborn 2 be wild"
Fast 100 Jedermänner und Jederfrauen gingen am Sonntag bei der 2. Cross-Duathlon-Challenge des RSV Osthelden "Hünsborn 2 be wild"
Foto: WP

Hünsborn..  Gute Bedingungen auf der Strecke, perfektes Wetter, jede Menge Zuschauer, ein neuer Teilnehmerrekord, keine Schäden an Mensch und Gerät, eine leer gefegte Kuchentheke, glückliche Sportler – die 2. Cross-Duathlon-Challenge des RSV Osthelden am Sonntag in Hünsborn stellte die verregnete Premiere aus dem vergangenen Jahr in den Schatten. „Die Resonanz war super. Wir sind sehr zufrieden“, freute sich Eckhard Haub, erster Vorsitzender des RSV Osthelden, über rund 250 Teilnehmer.

Hielt sich die Resonanz bei den Nachwuchsklassen zum Auftakt von „Hünsborn 2 to be wild“ noch in Grenzen, ging es beim Start zum Jedermann-Wettbewerb zur Sache. 93 Duathleten scharrten beim Start unweit der Dorfgemeinschaftshalle mit den Hufen, wurden losgelassen und mussten zunächst 4,5 km über Wald und Wiesen, beäugt von Pferd und Mensch, laufen. In der Wechselzone schwangen sie sich für 20 km auf ihr Mountainbike, um die Idylle nach dem zweiten Wechsel nochmal 4,5 km laufend zu erkunden. Die größte Klippe: „Hellers Hill“, eine kurze, aber knackige Rampe mitten im Wohngebiet. Laufend (oder gehend) rauf, mit dem Rad runter. Waghalsig stürzten sich die Biker in die Tiefe. Die Devise: Wer bremst, verliert. Oder: Wer überholt, ist raus, denn das war nicht erlaubt. Ob ängstlich oder mutig – alle stellten sich dieser Herausforderung und meisterten sie. Die „Kotzgrenze“ überschritt niemand.

Zwei Ausdauersportler aus der neu aufgestellten Triathlon-Abteilung des TVE Netphen lieferten sich bis zum Ende des Radsplits einen Zweikampf. Auf dem dritten Teilstück setzte sich Christoph Bergmann dann von Pascal Friedhoff ab und hatte aufgrund seiner läuferischen Vorteile im Ziel sogar mehr als eineinhalb Minuten Vorsprung. „Das Laufen war brutal, aber auch die Radstrecke hatte es in sich“, sagte der erschöpfte, aber glückliche Sieger aus Dillenburg. Auch Platz drei ging an einen Sportler eines heimischen Vereins: Felix Menn vom Ejot-Team TV Buschhütten. Schnellste „Jederfrau“ war Ina Rademacher von der SG Wenden. Ihre Zeit von 1:43:58 Stunden reichte in der Gesamtwertung zum 24. Platz.

Auf der Kurzdistanz musste sich Vorjahressieger Lars Erik Fricke mit Platz drei begnügen. Der Studienrat am Siegener Löhrtor-Gymnasium, für seinen Heimatverein AC Apolda startend, musste nach 2:04:48 Stunden Sieger Mathias Frohn (TuS Schleiden, 2:01:59 Stunden) und Lokalmatador Tobias Lautwein (TVE Netphen, 2:03:22 Stunden) gratulieren. Insgesamt hatten sich 36 Cross-Duath-leten der Strapaze von insgesamt 18 km Laufen und 30 km Rad fahren gestellt. 35 erreichten das Ziel.

Neun Mitteldistanzler im Ziel

Noch größere Ausdauerqualitäten bewiesen die Mitteldistanzler, die erst 13,5 km Laufen, 40 km im Sattel sitzen und danach noch mal 9 km Laufen mussten. Elf standen am Start, neun schafften es ins Ziel. Klarer Sieger: Jürgen Wies vom Zens & Friends Racing Team aus Dorsten! Der AK50-Mann benötigte 3:24:33 Stunden und war damit gut sieben Minuten schneller als Sascha Söhngen vom TVE Netphen. Nach knapp 4:35 Stunden war übrigens der letzte Mitteldistanz-Finalist zum Ausgangspunkt zurück gekehrt. Wohlbehalten und glücklich, es geschafft zu haben. Doch dies galt am Sonntag für alle „Wilden“ im Hünsborner Gelände.