Orlov beerbt Friesenhagen

Daniel Friesenhagen
Daniel Friesenhagen
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Was wir bereits wissen
Beim TuS Ferndorf wird der jetzige B-Jugendtrainer Alexej Orlov die A-Jugend des Vereins übernehmen. Er löst Daniel Friesenhagen ab, der sich nach nur einer Saison bei den Kreuztalern wieder zurück zieht.

Kreuztal..  In der Jugendabteilung des TuS Ferndorf wird es zur Saison 2015/2016 Veränderungen auf wichtigen Trainerpositionen geben. Wie unsere Zeitung erfuhr, gibt Daniel Friesenhagen seinen Job als Trainer der Oberliga-A-Jugend mit dem Ende der laufenden Saison auf. Sein Nachfolger steht bereits fest: Es wird Alexej Orlov, der zurzeit noch die Ferndorfer B-Junioren betreut.

Orlov, zu seiner aktiven Zeit einer der erfolgreichsten Rückraumschützen des TuS Ferndorf, erwartet einen starken A-Jugend-Jahrgang, denn rund die Hälfte der aktuellen B-Junioren steigt aus Altersgründen zur A-Jugend auf, darunter die Ausnahmetalente Mattis Michel und Leon Sorg. Aus der jetzigen A-Jugend verbleiben so viele Spieler, dass Orlov mit einem gut bestückten Kader kalkulieren kann. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass der TuS Ferndorf noch den einen oder anderen Spieler von auswärtigen Vereinen holt. Für eine zweite A-Jugend wird das Personal nicht reichen. „Unser Ziel ist, es mit der A-Jugend in die Bundesliga zu schaffen“, gibt sich Orlov kämpferisch.

Zunächst gilt die Konzentration des Kreuztalers, der nunmehr im 15. Jahr in der Ferndorfer Nachwuchsabteilung arbeitet, aber seiner jetzigen Mannschaft. Die B-Jugend belegt aktuell den starken dritten Platz in der Oberliga hinter den Spielern aus den Leistungszentren Minden und Lemgo. Der Erste bis Vierte erhält einen Bonusplatz für die Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga. Die Chancen stehen für Ferndorf gut, denn der Vorsprung auf Rang fünf beträgt statte sieben Minuspunkte.

Bislang nur zwei Siege

Enttäuschend ist dagegen bislang die Saison für die A-Jugend verlaufen. In 15 Spielen gelangen nur je zwei Siege und Unentschieden mit der Folge von Rang elf in der Zwölfer-Oberliga. „Wir wollen aber in den restlichen sieben Spielen noch möglichst viele Punkte holen und uns gut verkaufen“, verdeutlicht Friesenhagen, der private und berufliche Gründe für seinen Rückzug vom Traineramt nennt und sich vorerst komplett vom Handballsport zurück ziehen wird: „Deshalb kommt für mich auch eine Rückkehr zu meinem Stammverein nicht in Betracht.“

Nach 20 Jahren als Spieler und Trainer will der 33-Jährige jetzt eine Pause einlegen. Friesenhagen stammt vom RSV Eiserfeld (jetzt RSVE Siegen) und übernahm die Ferndorfer Oberliga-A-Jugend erst mit Beginn dieser Spielzeit.