Nächsten Schritt machen

Nach dem 1:0-Sieg bei  Arminia Bielefeld II steht der TuS Erndtebrück kurz vor dem Aufstieg in die Regionalliga. Am Samstag soll der nächste Schritt mit einem Sieg gegen Rheine für Philipp Böhmer, Thomas Bednorz, Thomas Ziegler und Markus Waldrich (von links) folgen.
Nach dem 1:0-Sieg bei Arminia Bielefeld II steht der TuS Erndtebrück kurz vor dem Aufstieg in die Regionalliga. Am Samstag soll der nächste Schritt mit einem Sieg gegen Rheine für Philipp Böhmer, Thomas Bednorz, Thomas Ziegler und Markus Waldrich (von links) folgen.
Foto: WP
Das Vorziehen des Heimspiels gegen Eintracht Rheine auf Samstag könnte für den TuS Erndtebrück den (zu verschmerzenden) Nachteil haben, das im Siegfall eben doch noch nicht der Aufstieg in die Regionalliga gefeiert werden kann. Die Konkurrenten spielen nämlich alle am Sonntag, können nachziehen und die Feier damit um eine weitere Woche verschieben.

Erndtebrück..  Der Zug soll nicht ins Stocken geraten, die Signale auf Fahrt in Richtung Regionalliga stehen. Der TuS Erndtebrück biegt ein auf die letzten Stationen „einer“, wie Trainer Florian Schnorrenberg es ausdrückt, „ex­trem intensiven Rückrunde.“

In der Tat. Die Kicker aus der Eder-Gemeinde sind derzeit fast häufiger unter den lindernden Händen der Physiotherapeuten zu finden als auf dem Trainingsplatz. Ob es Laurenz Wassinger und Waldemar Schattner mit ihren Blessuren schaffen, diesen Händen in Richtung Spielfeld zu „entkommen“, um gegen den FC Eintracht Rheine das Samstag vorletzte Heimspiel mit zu gestalten, darauf mochte sich der Coach am Donnerstag noch nicht festlegen.

„Jeder will jetzt natürlich dabei sein, wenn es um die Entscheidungen geht“, weiß der Brachbacher. Die Fitness aber ist Ausschlag gebend, auch - oder erst recht - gegen den Tabellenzehnten aus dem Münsterland, der stets ein unbequemer Gegner für die Wittgensteiner war.

Das hat der TuS auch im Hinspiel erlebt, als Philipp Böhmer erst kurz vor Schluss der Siegtreffer zum 2:1 gelang. „Rheine ist bei Kontern immer gefährlich“, warnt Schnorrenberg.

„Unwort“ dieser Tage

Der erkennt an der deutlichen Zunahme der Anruf-Frequenz auf einem Handy, um was es für ihn und den Verein geht. Spielerberater, Akteure selbst - alle wollen einen Platz im künftigen Regionalliga-Team ergattern.

„Regionalliga“ - das ist für Schnorrenberg fast schon sowas wie das „Unwort“ dieser Tage. „Es ist schön, dass wie es selbst in der Hand haben. Aber bevor wir es nicht geschafft haben, halte ich mich zurück. Und daran wird sich auch nach einem Heimsieg am Samstag nichts ändern.“

Denn klar ist, dass am Samstag um 16.45 Uhr auch mit den drei angestrebten Punkten gegen Rheine der Aufstieg nicht in trockenen Tüchern ist. In den am Sonntag folgenden Spielen der Konkurrenz ist zudem nicht unbedingt eine vorzeitige Entscheidung zu Gunsten der Erndtebrücker zu erwarten.

Also ist - ein Heimsieg am Samstag einmal voraus gesetzt - erst Herne ein möglicher Feier-Ort für die Waldrich und Co. Aber so weit mag Florian Schnorrenberg eben nicht in die Zukunft blicken.