Nachholbedarf

Diskussionen, das muss mittlerweile so hingenommen werden, sind auf Jahreshauptversammlungen nicht üblich. Bei den Sportfreunden Siegen gibt es kontroverse Meinungen im Vorfeld solcher Versammlungen stets haufenweise. Werden die Mitglieder dann zur Wahl gerufen, verlaufen Abstimmungen reibungslos. Ohne jede Diskussion.

Friede, Freude Eierkuchen.

Man muss den Eindruck haben, dass alles gut und richtig war und ist, was bei den Sportfreunden gemacht wird. Regionalliga-Abstieg? Na und. Landesliga-Abstieg? Na wenn schon. Verlust der Vorreiter-Funktion in der Region? Die wird schon wieder kommen. Lasst sie mal machen.

Klar, die Zeit nach den Millionen von Manfred Utsch ist für keinen Vorstand einfach zu meistern. Das liebe Geld liegt nicht auf der Straße und es von anderen zu bekommen, ist ein schwieriges Unterfangen.

Insofern hat sich das Gremium bemüht, Lücken zu füllen, sportliche Talfahrten einkalkuliert, den „worst case“ nicht verschwiegen. Dass er eingetreten ist, wird zur Kenntnis genommen, denn bittere Abstiege hat es immer schon gegeben - auch unter Manfred Utsch.

Insofern: Alles klar auf dem Sportfreunde-Schiff, das zu neuen Ufern strebt. Wünschen wir den Verantwortlichen eine gute Hand.

Die Art und Weise, wie hinter den Kulissen gearbeitet wird, muss allerdings zu denken geben. In dieser Hinsicht hat der Vorstand noch reichlich Nachholbedarf.