Nach drei Spielen in der Oberliga lassen sich für TuS Erndtebrück erste Zeichen deuten

Erndtebrück..  Vier Tage noch - dann beginnt auch für Fußball-Oberligist TuS Erndtebrück wieder der Ernst des Sportler-Lebens. Die Rückrunde startet am Sonntag. Bis dahin wird der TuS Erndtebrück sein Vorbereitungs-Programm auf dem weitestgehend schneefreien Sportplatz in Flammersbach absolvieren.

„Dafür der SpVg Anzhausen/Flammersbach unser herzliches Dankeschön“, ist zu ermessen, wie wichtig Trainer Florian Schorrenberg Training „auf’m Platz“ - und das möglichst ohne Schnee in den vergangenen Wochen war. Auf dem Erndtebrücker Kunstrasen liegt jetzt noch jede Menge Schnee. An Training vor der eigenen Haustür war da nicht zu denken.

Und trotzdem musste sie ja irgendwie über die Bühne gehen, die Vorbereitung. „Da war viel Improvisationsgeist gefragt“, so Schnorrenberg auf die vergangenen sechs Wochen zurückblickend. „Dafür ist es eigentlich gar nicht mal so schlecht gelaufen.“ Immerhin blieb die Mannschaft bis auf die Niederlage gegen den TSV Steinbach in den Tests ungeschlagen - und zuletzt erkannte der Trainer auch Fortschritte - sowohl im Spiel gegen den Ball als auch in der Offensive.

Torwart-Problem

Kopfschmerzen bereiten dem TuS nach wie vor die Verletzungen ihrer Torhüter. Bekanntlich fällt die Nummer 1, Timo Bäcker, noch längere Zeit aus. Mit Jannik von der Heiden ist auch einer der Nachrücker noch angeschlagen. Somit ruht die Last der Verantwortlung auf Florian Hammel, der aber auch gerade erst von einer langwierigen Verletzungspause zurückgekehrt ist.

„Das ist sicherlich nicht optimal“, so Schnorrenberg, der aber wohl dennoch dieses Risiko, mit nur einem Keeper in die Rückrunde zu starten, eingehen wird. Der Versuch, für den Polen Mateusz Babietzko kurzfristig eine Spielberechtigung zu ergattern, erwies sich als so gut wie unmöglich.

Der Ball kommt also wieder ins Rollen in der Oberliga. „Für uns ist es beosnders wichtig, in den Fluss zu kommen. Die ersten drei Spiele betrachte ich allerdings gleich als ganz dicke Brocken und Gratmesser für unsere Ziele.“

Der Tabellenzweite, der damit einen Regionalliga-Aufstiegsplatz belegt, startet am Sonntag beim TuS Ennepetal in die Rückrunde. Danach stehen die Heimspiele gegen die Hammer SpVg (Samstag, 28. Februar, 15 Uhr) und den SV Lippstadt (Sonntag, 8. März) auf dem Plan.

Näher zusammengerückt

„Erst danach werden wir in der Lage sein, uns einen Überblick über die Leistungsstärke der Konkurrenz zu machen“, weiß Florian Schnorrenberg, dass alle Mannschaften in der Winterpause in Sachen Personal tätig geworden sind, die Liga insgesamt noch näher zusammengerückt ist.

Bis Mitte März haben die Vereine Zeit, in Sachen Regionalliga-Lizenz tätig zu werden. Da einige, wie der SC Roland Beckum, nicht wollen, andere - wie die SpVg Erkenschwick - jetzt doch wieder überlegen, ist das Gerangel um die beiden Aufstiegsränge im westfälischen Oberhaus ungemein eng.

Planungen schwierig

„Um da am Ende dabei zu sein, brauchst du einen langen Atem“, so der Erndtebrücker Trainer, der in Personalunion auch sportlicher Leiter beim TuS ist.

Damit spricht Florian Schnorrenberg die Schwierigkeiten einer frühen Planungssicherheit im Hinblick auf die nächste Saison an. „Da wir zweitgleisig ,fahren’ müssen, gibt es bislang noch nichts Konkretes über Vertragsverlängerungen. Da waren wir in den vergangenen Jahren um diese Zeit schon weiter.“

Aber so weit oben wie in dieser Saison war der TuS in dieser Liga ja auch noch nie.