Mit Hambloch und Feldmann nicht zu schlagen

Siegerland..  Das zuletzt punkgleiche Spitzenquartett ist gesprengt, denn nur zwei der vier Aufstiegskandidaten lösten ihre Auswärtsaufgabe. Während Bösperde (in Letmathe) und Attendorn/Ennest (in Halden-Herbeck) bedrohliche Rückstände in der Endphase umbogen, kassierte neben der DJK GW Emst (bei TuS 03 Hagen) auch die Reserve des RSVE Eiserfeld eine Niederlage. Die Ferndorfer Drittgarnitur bejubelte derweil ihren siebten Saisonsieg, liegt aber noch auf einem Abstiegsplatz.

TuS Ferndorf III – VfL Eintracht Hagen IV 37:28 (17:14). Neben dem Minimalziel, beide Punkte einzufahren und die Hagener wieder in den Abstiegssog zu ziehen, gewann die im Hinspiel mit 21:28 unterlegene TuS-Dritte auch den direkten Vergleich. „Den hätten wir nach einem zwischenzeitlichen Elf-Tore-Vorsprung fast noch verspielt“, kommentierte Michael Lerscht, der den verhinderten Martin Steinbach als Coach vertrat. Dank der Routine und individuellen Klasse von Nils Hambloch und Michael Feldmann, der direkt aus dem Urlaub in die Halle kam, sowie eines treffsicheren Lars Heinrich beherrschten die Kreuztaler die Szenerie, auch wenn es einige Lücken in der nicht eingespielten Deckung gab. „Auch als die Hagener mit doppelter Manndeckung agierten, sind wir nicht nervös geworden“, lobte Lerscht, der die Leistung von Keeper Nils Thies hervorhob. Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) sollen ausgerechnet in Emst „big points“ zur Rettung eingefahren werden.

TuS III: Thies; Hambloch (11), Heinrich (9), Feldmann (8/1), S. Strack (4), Maletz (2), Fe. Paul (2), Jung (1), D. Strack, da Silva, Fa. Paul. Prinz, Thiemann.

TV Lössel – RSVE Siegen II 28:24 (11:12). „Jetzt haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand“, stellte RSVE-Coach Joachim Braun klar, wie schwer diese Niederlage im Aufstiegskampf wog, zumal man gegen die beiden Spitzenreiter jeweils den direkten Vergleich verloren hat. Die Enttäuschung hält sich aber in Grenzen, denn Eiserfeld will ja die Reserve deutlich verjüngen und wäre in der Landesliga (Braun: „ Das ist ein Sprung von anderthalb Klassen“) vermutlich überfordert.

In Lössel scheiterten die Eiserfelder nicht nur am harzfreien Ball, sondern auch an einem hoch motivierten und gut aufgelegten Gastgeber. „Wir haben in Halbzeit eins unsere Angriffsmängel noch durch eine starke Deckung kompensiert“, resümierte Braun. Das befürchtete Torhüterproblem hatte sich gelöst, denn Klaus Dickel kam unmittelbar aus einem Skiurlaub in die Halle. Als aber Mitte der zweiten Hälfte zehn Minuten lang kein eigener Treffer gelang, weil zu hektisch und unvorbereitet abgeschlossen wurde, setzte sich der TVL auf fünf Tore ab. Am Samstag (17 Uhr) geht es daheim gegen die HSG Lüdenscheid II.

RSVE II: Dickel, Stein; Homrich (6), Schrey (6), Fedec (4), van Dongen (4/2), Fuhrmann (2), Weil (1), Philipp (1), Dilthey, Rothkegel, Babic, Bäumner, Ulrichs.