„Mit dem Frühstück kannst du alles versauen“

Siegen..  Auch die Heinzelmännchen sind in der heißen Phase des 3. NRW-Landesturnfestes in Siegen, um hinter den Kulissen für eine gute Herberge für die Turnfest-Besucher zu sorgen. In 14 Schulen - von Eiserfeld bis Geisweid. Täglich 24 Stunden, vier Tage lang. „Rund um die Uhr werden unsere Gäste betreut“, so Erich Neuhaus (TG Grund), zuständig für den Arbeitskreis Schulen, gemeinsam mit Kai-Uwe Eppmann aus Plettenberg und der Siegenerin Kathrin Müller (TVE Dreis-Tiefenbach), Beauftragte für Veranstaltungen der Turnjugend im Siegerland-Turngau.

4000 Gäste wollen übernachten

Alles wird bis ins Detail - aber wirklich bis zum letzten i-Tüpfelchen - geplant, besprochen, festgehalten. Da soll’s gleich vom ersten Tag an klappen. „Wir wollen ein guter Gastgeber sein“, so Erich Neuhaus weiter, „mit dem Frühstück kannst du alles versauen, aber auch den ganzen Tag retten“. Und das wollen sie, die vielen fleißigen Geister hinter der Turnfest-Fassade. 14 Vereine aus dem Turngau sind da im Einsatz, mit jeweils 20, 30 Mitglieder, um die rund 4000 auswärtigen Turnfest-Teilnehmer in einem 3-Schicht-Betrieb während ihres Aufenthalts in der Krönchenstadt zu betreuen.

Ab 6 Uhr gibt’s Frühstück in den Unterkünften (bis 9 Uhr). Da muss alles rechtzeitig aufgebaut sein, heißes Wasser und der erste Kaffee fertig. Die Catering-Anlieferung wird noch von der Nachtschicht angenommen. Vom Tagdienst wird abgeräumt, auch was es da nachmittags noch gibt, wie Kaffee und Kuchen. Abends bieten die Vereine in Eigenregie Leckeres vom Grill an - mit einem Krombacher dazu, wenn vor der Nachtruhe gewünscht.

Am Mittwoch war abends im Jahn-Clubraum in Siegen eine letzte Unterweisung durch den Catering-Lieferanten, der das NRW-Turnfest in Siegen von seinem Depot in Kirchen aus beliefert. Und da ist an alles gedacht, da fehlt keine Kaffeemaschine oder Heißwasserkocher, keine Messer und Gabel, kein Stromkabel, keine Serviette.

Die Helferinnen und Helfer sind auch in Sachen Brandschutz und Hygiene unterwiesen worden, haben Kontakt zur Leitstelle in der Siegerlandhalle, um - wenn’s mal „brennt“ - schnell Hilfe zu rufen. Vier Fahrzeuge stehen dort bereit, um für die Sportstätten und Schulen „Feuerwehr“ zu sein.

Auch Wettkampfablauf wichtig

Apropos Sportstätten: Dieser Aufgabe hat sich Helmut Jarosch (TV Obersdorf/Rödgen), der langjährige technische Leiter des Gillerbergfestes, verschrieben, um hinter den Kulissen für einen reibungslosen Wettkampfablauf zu sorgen, wobei es nicht nur um Sportstätten in der Krönchenstadt geht, sondern auch in Netphen mit dem Landesleistungszentrum in Dreis-Tiefenbach und in Kreuztal mit dem Stadion Stählerwiese für die Leichtathletik-Wettkämpfe. Die letzte große Belastung übrigens für die inzwischen arg verschlissenen Kunststoff-Anlagen vor der großen Renovierung. „Alles was rot ist, wird neu“, so Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß.

Die Kindelsberger Leichtathleten haben in der Übergangszeit eine gute Ersatz-Trainingsstätte gefunden - sie fahren gleich nebenan ins Klafelder Hofbachstadion. Bis Ende August, dann soll die „Stählerwiese“ fertig sein und mit einem nationalen Sportfest eingeweiht werden.

Nochmals kurz zurück zu den Helfern: sie werden alle mit einem T-Shirt eingekleidet, was natürlich später als Erinnerung einen Ehrenplatz im Schrank finden dürfte.