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„Mister Mädchen für Alles“ Harald Münker hört auf

24.01.2012 | 21:57 Uhr
„Mister Mädchen für Alles“ Harald Münker hört  auf
Harald Münker

Kreuztal-Ferndorf.Neue Besen kehren gut. Aber wenn ein Besen mehr als 13 Jahre erfolgreich gekehrt hat, ist es etwas Besonderes, seine Dienste demnächst nicht mehr zur Verfügung zu haben. In Ferndorf ist genau das nun der Fall: Harald Münker, Abteilungsleiter der Ferndorfer Handballer sowie Sportlicher Leiter und Manager des Drittliga-Teams, stellt im Mai seine Arbeit beim TuS Ferndorf ein.

„Wir werden Dirk nichtim Regen stehen lassen“

Bereits am kommenden Montag auf der Abteilungsversammlung soll das Amt des Abteilungsleiters an den ehemaligen Spieler des Regionalliga-Teams und aktuellen Frauen-Trainer Dirk Stenger übergeben werden. Zwar muss Stenger noch gewählt werden, dies ist allerdings lediglich eine Frage der Formalitäten. Seine Aufgaben im Drittliga-Team wird Münker noch bis zum Saisonende wahrnehmen. Der Handball-Zampano, der die Abteilungsleitung 1999 von Manfred Hambloch übernommen hatte, wird dem Verein aber weiter beratend zur Verfügung stehen.

„Der Generationswechsel in der Abteilungsleitung ist seit längerem vorbereitet. Horst Lütz (Vorstand Finanzen, Anm. d. Red.) und ich werden Dirk aber nicht im Regen stehen lassen und ihm zur Seite stehen, bis er eine schlagkräftige Truppe zusammen hat“, sagte Münker auf Nachfrage.

Die Umstrukturierung ist seit Längerem geplant“, bestätigte auch sein Nachfolger , Sparkassen-Fachwirt Dirk Stenger, der der neuen Aufgabe positiv entgegen sah. „Natürlich könnten die Fußstapfen größer nicht sein“, schmunzelte der „Neue“ über das schwere Erbe, „wir sind aber optimistisch, dass wir die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortsetzen können.“

Die Arbeit werde sich demnächst auf mehreren Schultern verteilen, entsprechende Strukturen seien laut Stenger bereits angelegt. Auf die Erfahrung von Münker verzichten könne man aber natürlich nicht. „Wir hoffen, er steht uns noch lange mit Rat und Tat zur Seite.“

Der Zeitpunkt zum Abgang könnte für Münker schöner kaum sein: Der TuS Ferndorf blickt mit dem Westdeutschen Meistertitel, dem Aufstieg der Reserve in die Verbandsliga und der Frauen in die Landesliga sowie der Qualifikation der A-Jugend für die Bundesliga West aktuell auf die erfolgreichste Saison des Vereins aller Zeiten zurück.

Während die Nachfolge der Abteilungsleitung lange vorbereitet ist, scheinen Münkers Positionen in der als GmbH ausgegliederten Drittliga-Mannschaft noch nicht neu besetzt zu sein.

Die Personalplanungen für die kommende Saison – Gespräche mit aktuellen Spielern, dem Trainerstab und potenziellen Neuverpflichtungen – dürften eins der letzten großen Themen sein, bei dem die ordnenden Besenstriche von Münker ausgeführt werden.

TuS-Trainer Caslav Dincic war in der vergangenen Woche von Münkers Plänen informiert worden, am Montag gab der Abteilungsleiter dann der Mannschaft Bescheid. „Wir waren alle überrascht“, gestand Dincic, der gestern bereits zwei Mal mit Münker telefoniert hatte.

Wulfestieg nicht mehrJugendkoordinator

„Von meiner Seite aus kann ich nur sagen, dass wir immer sehr gut zusammengearbeitet haben. Deshalb bin ich froh, dass Harald zugesagt hat, uns weiter zu helfen, wenn Hilfe benötigt wird. Und die kann er mit seiner vielen Erfahrung immer geben.“

Einen Nachfolger wird man sich beim TuS Ferndorf wohl auch für die Aufgabe des Jugendkoordinators suchen müssen. Wie Pressesprecher Roger Becker auf Anfrage bestätigte, wird Frank Wulfestieg künftig nicht mehr für diese Aufgabe zur Verfügung stehen. Becker: „Sein Sohn Jos Wulfestieg entwächst der A-Jugend und da liegt es in der Natur der Sache, dass Frank nicht mehr so den Bezugspunkt hat. Gleichwohl wird er uns irgendwie erhalten bleiben.“

Micha Sommer

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