Michael Boris verlässt Siegen – Wechsel zum KFC Uerdingen -

Michael Boris wird in Siegen keine Anweisungen mehr geben.
Michael Boris wird in Siegen keine Anweisungen mehr geben.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Trainer Michael Boris wird seinen bis zum 30. Juni 2016 gültigen Vertrag bei den Sportfreunden Siegen nun doch nicht erfüllen und stattdessen zum KFC Uerdingen in die Fußball-Oberliga Niederrhein wechseln.

Siegen.. Im Wirtschaftsrat, der am Dienstagabend tagte, hatte es die Runde gemacht: Michael Boris wird die Siegener Sportfreunde nun doch zum KFC Uerdingen verlassen. Der Trainer ist dem Werben der in die Oberliga Niederrhein abgestiegenen Krefelder im „zweiten Anlauf“ erlegen und wird bereits am Freitag bei einer Pressekonferenz beim Ex-Bundesligisten vorgestellt. Dies gab der KFC bekannt. Eine offizielle Verlautbarungen der Sportfreunde Siegen gab es gestern Abend noch nicht.

Boris soll KFC zurück in die Regionalliga führen

„Boris verfügt nicht nur über die Fußballlehrer-Trainerlizenz, sondern auch über die nötige Erfahrung und die richtigen Kontakte, um den KFC schnellstmöglich wieder zurück in die Regionalliga zu führen. Der KFC bedankt sich bei den Sportfreunden Siegen, von denen Boris nach Uerdingen wechselt, für die fairen und offenen Gespräche. Über die Einzelheiten des Wechsels wurde beiderseitiges Stillschweigen vereinbart“, heißt es in einer Pressemitteilung des KFC Uerdingen.

Sportfreunde Siegen Auszugehen ist davon, dass die Sportfreunde eine Ablösesumme erhalten werden, denn Michael Boris besitzt bzw. besaß noch einen gültigen Vertrag in Siegen. Boris’ Gründe für den Wechsel dürften bessere Perspektiven in Uerdingen und leere Versprechen des Sportfreunde-Vorstands sein. Gegenüber unserer Redaktion hatte Boris angedeutet, dass die Voraussetzungen, die seinem Wechsel von Lotte zurück zu den Siegenern Ende des vergangenen Jahres seitens des Vereins aufgestellt worden waren, nicht eingehalten worden seien.

Trainernachfolge in Siegen noch offen

Das war nach den Worten des Fußball-Lehrers nicht auf Gegenliebe beim Verein gestoßen. Der Vorstand, hier stellvertretend durch Reiner Jakobs, war über die Äußerungen des Coachs wenig amüsiert. Wie er bereits am Rande des Trainingsauftaktes am Montag dazu verlautete, habe der Verein sich um einen „Plan B“ bemüht. Welcher Trainer die Oberliga-Mannschaft übernehmen wird, ist offen.