Michael Boris: „Die Mannschaft glaubt an sich“

Torjubel um Manuel Glowcz (links a am Boden) nach seinem 3:1 gegen Uerdingen.
Torjubel um Manuel Glowcz (links a am Boden) nach seinem 3:1 gegen Uerdingen.
Foto: Rene Traut

Siegen..  Von Vorentscheidungen oder gar Entscheidungen spricht niemand, wohl aber von einem „ganz wichtigen Spiel“. Sportfreunde Siegen bei der SG Wattenscheid 09: In der Lohrheide (14 Uhr) können sich die Mannen von Michael Boris die Gastgeber auf Tuchfühlung hean holen. Sechs Punkte trennen die Teams im Tabellenkeller der Fußball-Regionalliga. „Da wäre ein Sieg natürlich die beste Lösung“, so der Trainer, „aber auch ein Unentschieden hilft uns schon weiter. Dann stehen wir noch auf der Rechnung.“

Grundlagen erarbeitet

Der Siegener Übungsleiter wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts vom überraschend hohen 4:1-Sieg der Schalker am Freitagnachmittag am Kölner Geißbockheim, so dass er seine Worte gegen 16 Uhr wohl noch einmal überdacht haben dürfte.

Tatsache aber ist, dass sich seine Mannschaft durch sieben Punkte aus den letzten vier Spielen die Grundlagen erarbeitet hat, überhaupt noch einnmal ins Gespräch zu kommen in Sachen Klassenerhalt.

Vor der „kleinen“ englischen Woche - am Gründonnerstag (19.30 Uhr) steigt ja noch das Nachholspiel gegen Viktoria Köln - gelte es, so Michael Boris, „auch das Spiel der Wattenscheider zunächst einmal zu zerstören, um dann die eigenen Einflüsse zur Sprache zu bringen.“

Und die haben zuletzt gegen Uerdingen gar nicht schlecht ausgesehen. „Klar“, davon geht der Coach aus, „Wattenscheid wird auf eigenem Platz mit bekanntermaßen gut besetztem Angriff die aktivere Mannschaft sein. Wir müssen dagegen halten, was wir können.“ Und das sei zuletzt nicht wenig gewesen.

In der Vorbereitung auf das dichte Programm hat der Trainer den Eindruck gewonnen, dass „die Mannschaft an sich glaubt. Dadurch sind Spiele wie in Rödinghausen, gegen Oberhausen und Uerdingen möglich gewesen.“

Gestiegenes Selbstvertrauen als Grundstein für geschaffene Möglichkeiten, dem von einigen schon prophezeiten Abstieg doch noch zu entgehen.

Ob das in Wattenscheid reichen wird - wer weiß? Aber verstecken muss sich diese Siegener Mannschaft nicht mehr. Die zuletzt gewählte Formation (Boris: „Man hat vor einem Spiel immer drei bis vier Mannschaftsaufstellungen im Kopf...“) dürfte auch in der Lohrheide zum Zuge kommen. Also auch Linksfuß Haluk Arslan, dem der Trainer große Fortschritte bescheinigt hat.

Mit Stehplatz-Ticket auf die Tribüne

Ob Serkan Dalman nach seinen Knieproblemen da noch mit „reinrutschen“ kann, wird sich kurzfristig entscheiden. Evangelos Papaefthimiou wird das definitiv nicht können - seine Bänderverletzung in der Schulter lässt noch keinen Einsatz zu.

Im Lohrheide-Stadion - und das am Rande - dürfen die Siegener Fans mit Stehplatzkarten auf die große Ost-Tribüne strömen.