Michael Boris auf der Suche nach der „gesunden Mischung“

Trainer Michael Boris (rechts) und Co-Trainer Thorsten Seibert: Saisonfinale an der Seitenlinie.
Trainer Michael Boris (rechts) und Co-Trainer Thorsten Seibert: Saisonfinale an der Seitenlinie.
Foto: WP

Siegen..  Wenn der letzte Vorhang fällt, verbeugen sich meistens die Zuschauer. Ob das am Samstagnachmittag im Siegener Leimbachstadion auch so ist, wenn die Sportfreunde ihre so bittere Regionalliga-Saison gegen den Tabellenzweiten Alemannia Aachen beenden, darf bezweifelt werden.

Um 14 Uhr jedenfalls treten sie noch einmal an, die Möllering, Geisler, Poremba und Co, während sich im Hintergrund das neue Gesicht der Sportfreunde anbzubahnen beginnt. Drei Junge Spieler hat der Verein bereits für die Oberliga verpflichtet (wir berichteten). „Ein Experiment“, so Trainer Michael Boris, der am Freitag-Vormittag auf der Sauerlandlinie festsaß und nach stundenlangem Ausharren den Heimweg antrat.

Keine großen Sprünge

„Gleichzeitig verbinden wir damit die Hoffnung, etwas Neues aufzubauen.“ Mit knapp 500 000 Euro Etat lassen sich nun mal keine großen Sprünge machen. Das Prinzip Hoffnung geht also mit auf die Reise in Liga fünf.

Michael Boris peilt eine Mischung an. Frische, junge, talentierte U20-Kicker, wie sie bereits vorgestellt wurden, aber auch gestandene Akteure. Solche vor allem für den Defensiv-Bereich.

Hier wird mit dem ebenfalls noch jungen Til Bauman einer aus dem alten Kader bleiben, während der Rest um Christopher Schadeberg neue Pfründe sucht. Alle zusammen wollen sie gegen die Kicker aus der alten Kaiserstadt am Nachmittag noch mal ans Werk.

„Die Mannschaft soll zeigen, dass mehr möglich gewesen wäre“, wünscht sich Michael Boris einen positiven Abschluss. Er rechnet vor, dass in der Rückrunde bislang 19 Punkte eingefahren wurden. „Nehmen wir diese Zahl mal zwei, hätte das gereicht für den Klassenerhalt.“ Die schwache erste Serie, in der aus 15 Partien mal gerade acht Zähler auf die Habenseite kamen, gab also den Ausschlag.

Gegen die Alemannia, die die Gruppenmeisterschaft und damit den angepeilten Aufstieg verspielte, kann der Siegener Coach die zuletzt angeschlagen fehlenden Konstantin Möllering und Yannick Geisler wieder eingesetzen.

Und bevor Pfingsten rum ist, düst Michael Boris ab in den Urlaub. 14 Tage Sadinien. Danach geht es planungsmäßig in die Vollen.