Meister-unddann nicht aufsteigen

Über die Unsinnigkeit der Aufstiegs-Regelung aus der Regionalliga in Richtung dritter Liga haben sich die Fußballer landauf landab schon seit Jahren aufgeregt. Da spielst du eine Saison in der vierthöchsten Spielklasse, wirst Meister und musst dann noch mal in eine Relegation gegen einen weiteren Meister. Das geht ja gar nicht. Offenbacher Kickers, die U23 von Borussia Mönchengladbach und auch der Südwest-Zweite 1. FC Saarbrücken können nach dem vergangenen Sonntag ein Lied davon singen.

Was aber den Regionalligisten recht ist, muss den A-Kreisligisten in einigen Regionen des westfälischen Fußball-Raums billig sein. So dürfte sich auch der TuS Grünenbaum eher „blau“ ärgern, dass er als haushoch überlegener Meister der Lüdenscheider Kreisliga erst noch einen Umweg über den Zweitplatzierten der Siegen-Wittgensteiner A-Kreisliga einlegen muss. Der hiesige, sagen wir mal designierte, Vizemeister TSV Weißtal freut sich auf die Spiele gegen die Märkischen.

Im Hochsauerlandkreis, um mal einen weiteren Blick über den heimischen Tellerrand zu werfen, gibt es in zwei A-Kreisligen jeweils einen Meister. Der TSV Bigge-Olsberg, als früherer Verbandsligist auch hierzulande wohl bekannt, kämpft in der Gruppe Ost zwei Spieltage vor Saisonschluss noch mit der SG Altenbüren-Scharfenberg um den Titel. In der West-Gruppe ist Türkgücü Meschede fast durch. Aufgestiegen in die Bezirksliga wird aber erst, wenn sich die beiden Meister im Entscheidungsspiel duelliert haben.

Ganz schön hart nach einer langen Saison die Früchte nicht ernten zu dürfen. Da sollten sich die Herren in Kaiserau (und nicht nur dort) mal Gedanken machen.