„Martin ist für uns ein absoluter Glücksfall“

Marcel Zyber (l.) und Martin Uvira führten gute Gespräche und arbeiten künftig zusammen.
Marcel Zyber (l.) und Martin Uvira führten gute Gespräche und arbeiten künftig zusammen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Suche hat ein Ende für den FC Laasphe.Der Fußball-B-Kreisligist, der mit der öffentlichen Ausschreibung einer Trainerstelle neue Wege bestritt, stellte gestern Abend Martin Uvira als neuen Trainer vor.

Bad Laasphe..  Der 39-Jährige Feudinger hat sich zunächst für ein Jahr an den Verein gebunden und wird dieses auch noch als Spielertrainer bestreiten.

„Ich hatte ihn schon kontaktiert, bevor Martin in Feudingen frei wurde. Und als er dort aufgehört hat, hat er mich kontaktiert“, berichtete Laasphes Vorsitzender Marcel Zyber, der die Mannschaft seit der Trennung von Trainer Ali Yasar interimsweise führt. „Dann sind wir uns nach drei Gesprächen einig geworden.“

Sechs Abgänge

Besprochen wurde über die Perspektiven des Vereins. „Die sind da“, stellt Uvira fest. Doch klar ist auch, dass er einen mittelgroßen Umbruch vollziehen muss. Die jüngsten Verluste nach dem Aus von Yasar eingerechnet – Besnik und Mergim Veseli, Serdar Tokoglu und Serif Oezcoskun erklärten vor einer Woche, nicht mehr für den FCL spielen zu wollen – wird der Verein nach der Saison sechs Abgänge verkraften müssen. Heilfroh ist Zyber, weiter mit Leistungsträgern wie Tim Strack oder Franz Barth planen zu können. „Sie könnten auch höher spielen, deswegen rechnen wir ihnen das hoch an.“

Der Vorsitzende kümmert sich aktuell um Neuzugänge: „Wir sind aber auf einem guten Weg, den Kader aufzufüllen.“ Zudem sollen im Sommer vier A-Jugendliche vorzeitig zu Senioren erklärt und sporadisch eingesetzt werden.

Über Ziele sprachen Verein und Trainer gestern noch nicht. „Ich will erst die Vorbereitung abwarten“, sagt Uvira, der jede Menge Vorschusslorbeeren erhält – auch ohne Trainerlizenz. Fast vier erfolgreiche Jahre beim SV Feudingen sowie eine erstklassige Vita als Spieler reichen den FCL-Verantwortlichen als Referenz. Als Spieler schnürte Uvira unter anderem in der ersten tschechischen Liga und beim TuS Erndtebrück die Schuhe.

„Er ist ein gestandener Trainer, denkt erfolgsorientiert und kann Spieler führen. Gerade das taktische fehlt bei uns noch ein bisschen“, so Zyber über den „Fußballverrückten“, der ein „absoluter Glücksfall“ für den Verein sei. „Uns gingen die Namen aus. Wir haben schon ernsthaft über interne Lösungen gesprochen“, verrät Gabi Barth, Stellvertretende Vorsitzende. Nur eine schriftliche Bewerbung habe es gegeben. Aus Siegen. „Die passte aber leider nicht in unser Anforderungsprofil.“

Von den Trainerqualitäten abgesehen kann Uvira den Lahntalern auch auf dem Platz weiterhelfen. „Er kann ja eigentlich alles spielen“, sagt Barth. „Außer Torwart.“ Großen Bedarf hätte der FC Laasphe aktuell in der Abwehr. Das zeigen die zurückliegenden Ergebnisse: 22 Gegentore gab es in den sechs Spielen nach der Winterpause. „Da muss man was umbauen“, sagt auch Martin Uvira.

Benni Markus übernimmt die Zweite

Klarheit herrscht übrigens auch in Sachen zweite Mannschaft. Das Team in der Kreisliga D wird ab Juli von Benjamin Markus trainiert, der aktuell noch den TuS Volkholz trainiert. Er wird bei seiner Arbeit unterstützt von Johannes Bald, der bereits in dieser Saison viele Aufgaben beim FC Laasphe übernommen hat.