Mark Zeh ohne Job und Coach

Die zunächst zur Verfügung gestellte Arbeitsstelle gestrichen, kein Trainer in Sicht - beim Kapitän macht sich leiser Ärger breit. Mark Zeh ist nun nicht einer, der seine Vertragsverlängerung bei den Sportfreunden bereut, ganz wohl ums Herz ist dem frisch verheirateten defensiven Mittelfeldspieler indes nicht.

Immerhin hatte man den Ex Essener und -Kölner durch die Möglichkeit, sich neben dem Fußball eine berufliche Zukunft aufzubauen, in Richtung Vertragsverlängerung „bugsiert“, so dass nach der neuesten Entwicklung durchaus gefürchtet werden darf, dass der als „Leader“ eingestufte Routinier sich womöglich anderweitig orientiert.

Das verneinte Zeh am Sonntag, der als Vertrauensmann von Michael Boris galt und gilt und gewiss auch in Uerdingen ein gern gesehener Neuzugang wäre.

Ein gegebenes Wort - zumal auf dem Vertragspapier bestätigt - scheint für Mark Zeh aber Gültigkeit zu besitzen. Zwar hätte gewiss jeder Verständnis, wenn der nach der eingetretenen Entwicklung das Weite suchte, doch wird der 31-Jährige seinen gerade geschlossenen Einjahres-Vertrag in der Oberliga wohl erfüllen.

Im Winter war Zeh aus Lotte seinem Trainer zurück nach Siegen gefolgt. Nun steht er ohne Boris, ohne irgendweinen anderen Trainer und - viel schlimmer - ohne den versprochenen Job da. Ein gutes Licht wirft das nicht auf den Verein und lässt auch den zunächst arbeitgebenden Sponsor nicht unbedingt glaubwürdig erscheinen.