„Man hat im Training gemerkt, dass etwas Besonderes ansteht“

Frieder Krause - zuletzt in Werdohl klappte es mit dem Torewerfen nicht so gut. Am Samstag spielt der Rückraumcrack gegen seinen Ex-Verein TuS Ferndorf II.
Frieder Krause - zuletzt in Werdohl klappte es mit dem Torewerfen nicht so gut. Am Samstag spielt der Rückraumcrack gegen seinen Ex-Verein TuS Ferndorf II.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Frieder Krause ist seit 2012 Mannschaftskapitän beim Handball-Verbandsligisten RSVE Siegen und hat von 2009 bis 2011 beim TuS Ferndorf gespielt. Am Samstag stehen sich beide Vereine zum Spitzenspiel und Lokalderby gegenüber.

Eiserfeld..  Derby, Spitzenspiel, Duell der Lokalrivalen – wenn sich heute Abend um 19.15 Uhr in der Rundturnhalle in Niederschelden der RSVE Siegen und der TuS Ferndorf II in der Verbandsliga gegenüberstehen, dann dürfte in der Halle eigentlich kein Platz frei bleiben.

Denn es gibt genügend Gründe, sich dieses brisante Duell anzuschauen. Die Kreuztaler kommen als frisch gebackener Tabellenführer, während der RSVE als Fünfter quasi seine letzte Chance hat, mit einem Sieg doch noch in den Aufstiegskampf eingreifen zu können. Bei einer Niederlage dürfte sich dieses Ziel dagegen erledigt haben.

Wir sprachen im Vorfeld der Partie mit Frieder Krause, dem Ex-Ferndorfer und aktuellen Kapitän des RSVE Siegen.

Frieder Krause, Sie haben früher in Ferndorf gespielt und sind jetzt Kapitän beim RSVE. Wie groß ist die Rivalität zwischen den Vereinen?

Die ist nicht so groß wie man denken mag, denn ein Großteil der Spieler kennt sich seit vielen Jahren. Ich kenne so gut wie alle Ferndorfer Spieler persönlich. Deshalb ist es nicht so, als würde Schalke gegen den BVB spielen. Aber auf dem Feld ist es heute Abend mit dieser Freundschaft vorbei.

Aber es ist ein besonderes Spiel, auf das Sie sich und die Mannschaft auch besonders vorbereiten?

Man hat im Training gemerkt, dass etwas Besonderes ansteht. Es wurde viel konzentrierter gearbeitet, und jeder hat ein paar Prozent mehr gegeben.

Der TuS Ferndorf II ist nach zehn Spielen in Folge ohne Niederlage inzwischen Tabellenführer. Wo sehen Sie den Grund dafür?

Die Ferndorfer Reserve ist eingespielt, in der Breite kompakt aufgestellt und pflegt ein hervorragendes Tempospiel. Die Reserve profitiert vom Konzept des Vereins zwischen erster, zweiter und dritter Mannschaft und den Jugendteams. Ferndorf II steht auf jeden Fall nicht unverdient an erster Stelle.

Was kann Ihre Mannschaft, die zuletzt in Werdohl so enttäuschte, dem entgegen setzen?

Wir spielen zu Hause und sind da in dieser Saison bislang viel stärker als auswärts. Wir treten in eigener Halle mit mehr Selbstvertrauen auf und werden auch gegen Ferndorf II unser Spiel spielen. Wir haben Respekt vor dem Gegner, aber sicherlich keine Angst.

Und warum gewinnt ausgerechnet der RSVE Siegen das Spiel?

Weil wir alle total heiß sind, was aus dem letzten Spiel gutzumachen haben und mit einem Sieg wieder mittendrin sind in den oberen Plätzen. Da wollen wir nämlich wieder hin. Ich gehe allerdings von einem knappen Ausgang aus.