Lynn Gaumann rettete die Siegener Ehre
24.10.2010 | 22:45 Uhr 2010-10-24T22:45:00+0200
Siegen.Groß war die Resonanz beim 40. Internationalen „Tag der langen Strecken“, der traditionsreichen Schwimmsportveranstaltung des SV Neptun Siegerland: 16 Vereine mit 171 Aktiven kamen ins Löhrtorhallenbad und absolvierten 494 Starts. Dies war zur Freude der Vorstände Dr. Klaus Holthoff-Frank und Klaus Zöller eine Steigerung zum Vorjahr von über 100 Starts, nachdem die Entwicklung der Teilnehmerzahlen in den letzten Jahren eher rückläufig war. Die SG Siegen stellte mit 45 Schwimmerinnen und Schwimmern und 120 Starts die zahlenmäßig stärkste Gruppe.
Silas Irle
stark verbessert
Auch die Schwimmhochburgen wie die SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen (83 Starts) oder der SSF Bonn (78) mit einem großen Kontingent warnen nach Siegen gereist. Auch ein russischer Schwimmer (Moskau) ging an den Start.
Besonders erfreut waren die Siegener „Neptunen“ über die Teilnahme von 17 Sportler der ungarischen Stadt Mór, die als Partnerstadt der Stadt Freudenberg bereits am Freitag ins Siegerland angereist waren und übers Wochenende bei Siegener Gastfamilien untergebracht waren.
Für die drei punktbesten Einzelleistungen hatte der Veranstalter Geldprämien von 50, 30 und 20 Euro ausgesetzt. Bei den Frauen erzielte die 18-jährige Britta Koiky (SG Ruhr) über 1 500 m Freistil in der Top-Zeit von 17:18,69 Minuten mit 747 Punkten den 1. Preis in der Prämienwertung. Zweite mit 717 Punkten wurde ihre gleichaltrige Vereinskollegin Nadia Edling über 200 m Schmetterling in 2:18,72. Die Ehre der SG Siegen rettete die 18-jährige Eiserfelderin Lynn Gaumann (680 Punkte) über 400 m Freistil in 4:34,13 Minuten und Platz drei der Prämienwertung.
Bei den Männern gewann den 1. Preis der Prämienwertung der 17-jährige Jens Sturm von der SG Ruhr (602 Punkte), Zweiter wurde Chris-Pascal Hoffmann (Jg. 95) vom Meininger Schwimmverein (587), Dritter wurde Max Knobbe (Jg. 94/580) vom Team Ronululu Rotenburg.
Bei den jüngeren Schwimmer/innen der SG Siegen gefiel der jüngste Teilnehmer der SG Siegen, der 10-jährige Daniel Lata, im Jahrgang 2000 über 800 m Freistil in 13:17,00 Minuten. Dies bedeutete Platz drei in einem starken Teilnehmerfeld mit 14 Sekunden Rückstand auf Platz 1. Die ein Jahr ältere Laura Drobe überzeugte über 200 m Lagen in guten 2:58,13 Minuten und gewann damit die Wertung unter 12 Konkurrentinnen im Jahrgang 1999. Über 800 m Freistil wurde sie Dritte in 12:15,59 Minuten.
Eine starke Leistung zeigte die 14-jährige Carolina Nehm über die kraftraubende Disziplin 200 m Schmetterling, die sie in 2:44,37 min. als Erste im Jahrgang 1996 für sich entschied. Über 400 m Lagen verbesserte Carolina ihre persönliche Bestzeit um 30 (!) Sekunden und wurde in 5:48,66 Minuten Zweite.
Bei den Jungs hat der 14-jährige Silas Irle seit seinem Wechsel in die Leistungsgruppe enorme Trainingsfortschritte gemacht. Seine Zeiten über 400 m Freistil in 4:47,73 und 400 m Lagen in 5:16,01zeugen von einer Steigerung und bedeuteten jeweils den Sieg im Jahrgang 1996. Das sich intensives Training bezahlt macht, zeigte sich am Beispiel des ein Jahr älteren Jannik Jung, der sich im Jahrgang 1995 den Sieg in persönlicher Bestzeit von 5:16,01 (zeitgleich mit Silas Irle!) über 400 m Lagen sicherte. Seine Zeiten über 400 m Freistil in 4:28,82 und 1 500 m Freistil in 18:18,13 sind aber nach Einschätzung von Trainer Bernd Tominac um einiges höher zu bewerten, da Jung sein Potenzial auf den Freistilstrecken hat.
SG Siegen gewann
Mannschaftswertung
Im Jahrgang 1995 überzeugte Oliver Nauroth über 200 m Schmetterling in 2:28,78, womit er seine persönliche Bestzeit erheblich steigerte und Platz zwei belegte. Schnellster Schwimmer der SG Siegen über 400 m Lagen war der Betzdorfer Lukas Blickheuser in 4:59,80 (Platz 2 Jg. 1993). Schnellste heimische Schwimmerin über 400 m Lagen war Lynn Gaumann, die auf ihrer Spezialstrecke 400 m Lagen zwar nicht ganz ihre Bestzeit erreichte, mit respektablen 5:17,81 Zweite im Jahrgang 1992 wurde.
Das Team der SG Siegen gewann die Mannschaftswertung. Erfolgreichste auswärtige Mannschaft war die SSF Bonn, die sich die Prämie von 150 Euro sicherte.
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