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Leverkusens Sam sieht erste Käner Heimpleite

11.11.2012 | 20:26 Uhr
Leverkusens Sam sieht erste Käner Heimpleite

Kaan-Marienborn.   „Das ist doch nicht normal“, wetterte Peter Wongrowitz bereits nach 15 Minuten des Fußball-Westfalenliga-Duells seines 1. FC Kaan-Marienborn gegen den SV Hohenlimburg. Er hatte wohl schon zu diesem frühen Zeitpunkt geahnt, das sich die in dieser Startphase ausgelassenen Torchancen irgendwann rächen könnten. Die Befürchtung des Trainers traf zu, denn mit 1:2 (1:1) fügten die Hagener Vorstädter den Siegerländern die erste Heimniederlage zu. Von Tabellenplatz zwei ging es abwärts auf Rang fünf.

Was aber muten die Käner Kicker ihrem Trainer zu in Sachen Sträflichkeit vor dem gegnerischen Tor? Christopher Thomassen kann man in der 2. Minte noch in Schutz nehmen, als sein Rechtsschuss knapp am langen Pfosten vorbei streicht, aber Hakan Firat, der ein Meter vor dem leeren Tor die Kugel nicht über die Linie bringt und auch einen Kopfball in die falsche Richtung bugsiert, ist schon mehr als nur Nachlässigkeit vorzuwerfen.

Das wirklich bis dahin sehenswerte Käner Spiel mit schnellen, direkten Passagen aus dem gut aufgelegten Mittelfeld hätte sich längst der Punkte mit einem 3:0 oder 4:0 sicher sein können gegen behäbig in der Defensive arbeitende Gäste.

Das längst überfällige Führungstor durch Firat in der 28. Minute gibt die Überlegenheit der Gastgeber nur unzureichend wieder.

Doch der FCK konnte das Niveau nicht halten, man gewährte den Gästen mehr und mehr Freiräume, die sich ins Spiel kämpften. Und nur sechs Minuten nach der Führung erzielte Serdar Demirel dank eines Stellungsfehlers von Christopher Thomassen, der die Innenbahn freimachte, den Ausgleich.

Der verletzte Leverkusener Bundesliga-Profi Sidney Sam, der seinen Bruder Steve unterstützte, musste dann, wie die übrigen 119 Besucher im Käner Breitenbachtal mit ansehen, dass die Gastgeber zwar guten Willens, aber einfach nicht in der Lage waren, ihr konstruktives Spiel der Startphase in die zweite Hälfte zu transportieren. Da war viel Hauruck und wenig Plan. Torchancen gibt es mit einer solchen Spielerei nicht.

Wie man vor dem Tor sein muss - nämlich eiskalt - das demonstrierte in der 57. Minute Hohenlimburgs Demirel, der nach Flanke von rechts des schnellen Dogan Okumak aus fünf Metern die Führung köpfte. Demirel war quasi die Hauptperson des Nachmittags, durfte er doch fünf Minten vor Schluss nach der Gelb-Roten Karte Feierabend machen.

Die Käner mühten sich in der verbliebenen Zeit redlich, fanden jedoch kein Mittel, die jetzt gut stehende Abwehr ernstlich in Verlegenheit zu bringen. Der Ex-Siegener Manuel Wolff zwischen den Hohenlimburger Pfosten strahlte zudem die Ruhe aus, die den Gastgebern abging.
Kaan-Marienborn - Hohenlimburg 1:2

Kaan-Marienborn: Erlmann, Gänge, Wurm, Reed, Brühl, Thomassen, Trilling, Schmidt, Jörgens, Sam, Firat. - Schiedsrichter: Melsa (Hattingen). - Tore: 1:0 Firat (28.), 1:1, 1:2 Demirel (34., 57.). - Gelb-Rote Karte: Demirel (Hohenlimburg, 85.) wegen wiederholten Foulspiels. - Zuschauer: 120.

Hans-Georg Moeller


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