„Lethargischer Mist“ und ein bisschen Ärger

Kreuztal..  Der Applaus war ihm gewiss. Der Auftritt von Erik Wudtke im proppevollen Foyer der Sporthalle Stählerwiese ließ nichts zu wünschen übrig. Ebenso souverän, wie seine Mannschaft zuvor gegen die SG Schalksmühle/Halver, aber zumindest eine halbe Portion lässiger, plauderte der Kölner über die tolle Vorstellung seiner Truppe, den 34:25-Erfolg im Südwestfalen-Derby. Er erwähnte aber auch seinen „kleinen Ausraster“.

„Das ärgert mich heute ja doch“, so der Coach nach dem 14. Sieg in Serie. Ich habe heute meine zweite gelbe Karte der Saison bekommen. Und wieder gegen die SGSH...“ Schon im Halveraner Hinspiel hatten ihm die Schiedsrichter die „Pappe“ gezeigt. Im Gegensatz zum September, als es mit 27:30 die Auftakt-Niederlage im Märkischen Kreis gab, steckte er die Verwarnung diesmal aber wesentlich gelassener weg. Nach einem Sieg - und dazu noch einem solchen wie am Freitagabend - erträgt man eben alles leichter.

Ganz im Gegensatz zu seinem Pendant links neben Moderator Roger Becker beim Abschluss-Geplauder. „Das war Oberliga - aber untere Hälfte“, zeigte sich Gäste-Trainer Mathias Grasediek auch eine gute halbe Stunde nach dem Abpfiff wenig bis gar nicht erholt vom Trauma dieser heftigen Niederlage. „Lethargischer Mist war das. Gar nichts war das.“ Die Ferndorfer seien fokussiert gewesen und topfit. „Da habe ich bei keinem Spieler auch nur ein Gramm Fett gesehen. Und wir...?“ Er sprach vom Weihnachtsspeck und miesen Traningsleistungen.

Dagegen ist eine gelbe Karte doch ein Witz. Oder, Herr Wudtke?