Lemgo II wird eine harte Nuss

Julian Schneider
Julian Schneider
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Was wir bereits wissen
Auf dem in die 2. Liga wartet auf den TuS Ferndorf am Freitagabend eine ganz harte Nuss: Zu Gast ist am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Stählerwiese) der Tabellendritten HSG Handball Lemgo II, der unter Umständen mit Bundesliga-Verstärkung anreisen wird.

Kreuztal..  Eines passt Erik Wudtke gar nicht in den Kram: „Es wird seit Wochen viel zu viel über die 2. Liga gesprochen. Auch im inneren Umfeld redet Gott und die Welt schon darüber. Dabei sind wir doch noch gar nicht aufgestiegen. Wir sollten mit der Situation respektvoll umgehen, sonst fallen wir auf die Nase. Dann würde die ganze Liga über uns lachen.“ Klar, Planungen für die höhere Klasse müsse es geben, aber dem Trainer des TuS Ferndorf missfällt, dass alle Sympathisanten im und rund um den Verein schon jetzt den Aufstieg als „geschafft“ voraussetzen und völlig ausblenden, dass auf die Mannschaft noch jede Menge harte Arbeit wartet, um erst einmal die die sportliche Qualifikation zu schaffen.

Sartisson hilft der Reserve

Ein Spielverderber auf diesem Weg könnte die HSG Handball Lemgo II sein, die am Samstagabend in der Sporthalle Stählerwiese ihre Visitenkarte abgibt und als Tabellendritter beim Liga-Primus für das Prädikat „Spitzenspiel“ sorgt. Wudtke hält große Stücke auf die ostwestfälischen Youngster: „Die haben in dieser Saison einen 27-Mann-Kader und sind spielerisch richtig stark.“ Weil die Lemgoer Bundesliga-Mannschaft an diesem Wochenende spielfrei ist, rechnet Wudtke damit, dass die Reserve Verstärkung bekommt. So ist nach der Verpflichtung von Dan Beutler Torwart Thomas Bauer für die Reserve freigespielt und dürfte in Kreuztal zwischen den Pfosten stehen. Auch Marcel Niemeyer und Max Höning könnten Kandidaten sein. Trainer Christian Plesser muss allerdings auf die verletzten Felix Hendrich, Marvin Pfeiffer und Valentin Schmidt verzichten.

Personell besser sieht es bei den Kreuztalern aus. Bei Philipp Keusgen wurde die gebrochene Nase wieder gerichtet, doch ein Einsatz kommt wohl zu früh, und Rekonvaleszent Tim Sartisson soll der zweiten Mannschaft beim Unternehmen Oberliga-Aufstieg unter die Arme greifen.

Ansonsten hätten alle gesunden Spieler die Wettkampfpause über die Osterferien mit einem individuellen Trainingsprogramm dazu genutzt, fit zu bleiben „Jeder hat sich daran gehalten“, freute sich Wudtke, als er seine Jungs am Montag wieder zur ersten gemeinsamen Trainingseinheit begrüßen durfte.