Laura Sophie geht’s mit Vorsicht an

Eiserfeld..  „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“. Diese Bauernregel ist auch für das Umfeld der Eiserfelder Sprinterin Laura Sophie Großhaus vom CLV Siegerland und natürlich sie selbst die wichtigste Devise. Keine übereilten Aktivitäten, um ihren lädierten rechten Oberschenkel-Muskel in Ruhe auszukurieren.

„Im Moment geht es ganz gut, eigentlich schon viel besser als in Wetzlar“, so die 17-Jährige gestern. Sie hatte sich ihre Verletzung am vergangenen Samstag in der Schlussphase des Vorlaufs der 4x100-m-Staffel bei den Deutschen U23-Meisterschaften in Wetzlar zugezogen.

„Bei etwa 90 Meter hatte ich schon etwas gespürt, ein leichtes Stechen im Oberschenkel, da bin ich bereits nicht mehr voll gelaufen“, so die derzeitige Siegerland-Rekordhalterin mit 11,64 Sekunden über 100 Meter. Damit ist sie gleichzeitig die schnellste U18-Sprinterin in Deutschland. Über 12,04 sec. in Herdorf und 11,88 sec. bei einem Sportfest in Wetzlar hat sich Laura Sophie Großhaus fast schon katapultartig ins nationale Rampenlicht gelaufen.

Da kommen die Bundestrainer nicht mehr an ihr vorbei: Sie ist für die U18-Weltmeisterschaft vom 16. bis 19. Juli in Kolumbien nominiert.

Jetzt ist aber erst noch ein weiterer nationaler Sprinttest gefordert. Entweder am kommenden Samstag in Schweinfurt oder eine Woche später (am 27. Juni) bei der Junioren-Gala in Darmstadt. Entscheiden werden es die DLV-Verantwortlichen in Schweinfurt, wo sie auf jeden Fall anreisen wird, um sich verbandsmäßig untersuchen zu lassen, ehe sie grünes Licht für einen Start bekommt oder nicht.

Jedenfalls wird es zeitlich eng, denn bereits am 6. Juli geht’s mit dem Flieger über den großen Teich - ins Trainingslager nach Florida.