Künftiger Herr Doktor Koke will pünktlich auf der Platte stehen

Faxchsimpeln und Flachsen auf der Bank (v.l.) David Breuer, Kai Rottschäfer, Bennett Johnen.
Faxchsimpeln und Flachsen auf der Bank (v.l.) David Breuer, Kai Rottschäfer, Bennett Johnen.
Foto: WP

Ferndorf..  Wenn die Drittliga-Handballer des TuS Ferndorf heute Abend zum letzten Training vor dem erhofften 17. Sieg in Serie gegen den Neusser HV zusammenkommen, wird Alexander Koke fehlen. Der Co-Trainer hat sich auf den Weg nach Halle an der Saale gemacht, um dort einem Universitäts-Gremium Rede und Antwort zu stehen. Es geht um seine Doktorarbeit mit dem Thema „Leistungstests im Handball“, die er dort - wie es so schön heißt - „verteidigen“ muss.

Der 36-jährige Rückraumspieler des TuS hat bereits Lehrauftrag an der Sporthochschule Köln. Handball bestimmt also das Leben von Alexander Koke.

Und daher will der künftige Herr Doktor auch am Samstag pünktlich wieder im Siegerland sein, um um 19.30 Uhr auf der Platte zu stehen. Wenn es darum geht, die Tabellenführung und die tolle Serie zu verteidigen.

Mit auf der Bank sitzen wird dann auch David Breuer, der schon in der Woche vor dem Gummersbach-Spiel leichtes Training mit der Mannschaft aufgenommen hatte. „Ihn wollen wir jetzt ganz langsam wieder aufbauen, nichts überstürzen“, so Trainer Erik Wudtke. Nach der Diagnose Hodenkrebs im Sommer des vergangenen Jahres kann Breuer nun also so langsam wieder an Handball denken.

Handball denken und Handball spielen - das müssen die Kollegen. Und zwar möglichst so, wie in den abgelaufenen 16 Spielen zuvor. „In der Vorbereitung“, so Erik Wudtke, waren alle guter Dinge. Wir wissen, dass die Neusser gegen den Abstieg spielen und alles tun werden, um was mitzunehmen. Das gilt es zu verhindern.“

Auch der Ex-Ferndorfer Dennis Aust soll im NHV-Trikot diese Pläne nicht durchkreuzen.

Der TuS also auf Sieg programmiert. Personell steht dem nichts im Wege - alle Akteure sind gut und vor allem unverletzt durch die Woche gekommen. Zudem haben sich Tim Sartisson und Philipp Keusgen nach ihren Verletzungen zurückgemeldet.