Kreispokal verloren, aber Sympathiepunkte gewonnen

Hilchenbach..  Den Pokal hatten sie verloren, aber weitere Sympathien gewonnen. Nach dem 0:1 im Kreispokal-Finale gegen die SpVg Bürbach konstatierten viele der rund 200 Zuschauer den Spielerinnen des SV Schameder, ansehnlichen Fußball gespielt zu haben. „In Schameder ist es nicht mehr so, dass man sagt: ,Frauenfußball guck ich nicht’“, freute sich Trainer Carsten Weyandt über viele positive Rückmeldungen: „Bei unserer Mannschaft sieht man, dass die meisten eine komplette Jugendabteilung durchlaufen haben.“

Vor allem nach der Pause ließen die Wittgensteinerinnen den Ball gut laufen, doch es fehlte an Durchschlagskraft, um das Bürbacher Tor von Christina Mös aus der 44. Minute auszugleichen. „Wir haben Druck gemacht, aber keine klaren Chancen bekommen“, ärgerte sich Weyandt, dessen Team in der Schlussphase dominierte, weil sie noch marschieren konnte – anders als die Siegerländerinnen, die stehend K.o. waren.

Unverdient war der Bürbacher Sieg allerdings nicht. Die erste Hälfte ging klar an die Frauen vom Galgenberg, die sich gute Chancen erspielten und nach einem Querpass von außen ihr Tor erzielten. „Wenn man bedenkt, dass wir auch Freudenberg ausgeschaltet haben, ist der Pokalsieg verdient“, so Bürbachs Trainerin Stefanie Brachmann.

Die Spielerinnen aus Schameder ließen die Saison im Klubhaus trotz der Niederlage mit einer Party ausklingen – Pokalfinale und Kreisliga-Meisterschaft hießen die Erfolge.