Kölbis-Preis für Manfred Reichel

Manfred Reichel wird vom Vorsitzenden des Turnbezirks, Guido Müller, mit dem Kölbis-Preis ausgezeichnet.
Manfred Reichel wird vom Vorsitzenden des Turnbezirks, Guido Müller, mit dem Kölbis-Preis ausgezeichnet.
Foto: WP

Siegen..  Manfred Reichel vom TV Jahn Siegen (Foto) wird beim am Freitag in Freudenberg stattfindenden Turntag des Bezirks Süd im Siegerland-Turngau mit dem Kölbis-Preis geehrt. Die Gosenbacher Ruth und Sepp Kölbis waren Urgesteine der Siegerländer Turnerfamilie und standen für Ideenreichtum, Initiative, Leidenschaft und die Bereitschaft, sich für die Gemeinschaft einzusetzen.

„Genau diese Kriterien sind es, um zum Preisträger ernannt zu werden“, erklärt Guido Müller, der Vorsitzende des Turnbezirks Siegerland-Süd. Der Preis, der an das Ehepaar Kölbis erinnern soll, wird am Freitag in Freudenberg erst zum zweiten Mal vergeben.

Der gebürtige Breslauer Manfred Reichel ist seit mehr als 50 Jahren aus dem Sportgeschehen der heimischen Region nicht wegzudenken. Über das Ringtennis fand Reichel den Weg zur Leichtathletik und hier schließlich zum Spezialtrainer für die Wurfdisziplinen. Dem TV Jahn Siegen ist er - ebenso wie seine Ehefrau Ilse - bereits seit 1963 treu. Bisher gingen einige Hundert Jugendliche durch seine Trainingsschule.

Für viele seiner Schützlinge ist Manfred Reichel über die Jahre eine Vertrauensperson geblieben.

Bis heute steht der 79-Jährige beinahe täglich auf dem Trainingsplatz. Selbst in den Mittagsstunden hatte er - bis Ende des vergangenen Jahres - Turnen und Leichtathletik im AG-Betrieb der Obenstruthschule und der Hammerhütter Schule an die Kleinen weiter gegeben.

Rund um die Jahnhalle ist Manfred Reichel die gute Seele. Die Anlagen dort werden von ihm ehrenamtlich gepflegt und in Schuss gehalten.

Der Kölbis-Preis ist für Manfred Reichel „wie geschaffen“, stellt er doch einen stilisierten „Hunt“ dar, ein klassisches Arbeitsgerät für den Bergbau. Zu wem passte der Preis besser als zu Manfred Reichel?