Klafeld-Geisweid verspielt die Führung und verliert zwei Punkte

Siegerland..  Fortuna Freudenberg wahrt mit einem 3:1-Sieg in Lüdenscheid seine Chance auf den Relegationsplatz und überholt Salchendorf, das in Meinerzhagen nicht über ein 1:1-Remis hinaus kam. Gehörig unter die Räder kam die SG Hickengrund bei der 0:7-Heimpleite gegen Rothemühle.


Grün-Weiß Siegen - SuS Niederschelden 3:5 (1:2). Einen „dreckigen Sieg“ nannte SuS-Coach Andre Stoffel den Auswärtserfolg seines Teams am Lindenberg. Die Partie war vom Kampf geprägt und beide Teams leisteten sich ein Fehlpass-Festival. „Wir haben das Spiel nicht über 90 Minuten kontrolliert, aber durch Standardsituationen entschieden“, resümierte Stoffel. Siegen ging durch Alexander Weiß nach 18 Minuten in Führung, doch mit einem Eigentor (31.) verhalf die Elf von Stefan Münchow dem Gast zum Gleichstand. Noch vor der Pause erzielte Murat Avci nach einem Eckball von Alexander Kollek das 2:1 für Niederschelden (41.). Zwar konnte Naim Arfaoui egalisieren (62.), doch nur wenig später traf Michael Daub mit einem Linksschuss zur erneuten Führung des Tabellenneunten. Nach einem Kollek-Freistoß sorgte Viktor Krell per Kopfball für die Vorentscheidung (74.). Die Grün-Weißen kamen durch Michael Pelka (89.), der aus abseitsverdächtiger Position einnetzte, noch einmal heran. In der Nachspielzeit machte Michel Schöler dank seines Sololaufs alles klar.


RSV Meinerzhagen - Germania Salchendorf 1:1 (0:1). Um den Relegationsplatz im Endspurt der Saison nicht aus den Augen zu verlieren, war das Unentschieden für die Germania zu wenig. Die von Beginn an kämpferischen Meinerzhagener machten den Gästen das Leben schwer. Dennoch konnte Salchendorf mit einer Führung in die Kabine gehen. Torben Claudi schoss das 1:0 für die Mannschaft von Rüdiger Frevel. Nach dem Seitenwechsel gelang den Gastgebern der nicht unverdiente Ausgleich. Robin Engel sicherte dem RSV den Punktgewinn (58.).


SG Hickengrund - SV Rothemühle 0:7 (0:5). Es war ein gebrauchter Tag für die „Hicken“. Das Team von Ralf Stein präsentierte sich vor eigenem Publikum völlig von der Rolle und lag schon zur Halbzeit deutlich im Hintertreffen. Moritz Schweitzer (10.), Alexander Großmann (17.) und Ömer Sönmez mit einem lupenreinen Hattrick (32., 35., 41.) belohnten Rothemühle für eine überzeugende erste Hälfte. Im zweiten Durchgang ließen es die Gäste ruhiger angehen. Doch eine herbe Klatsche blieb Hickengrund durch die Tore von Christian Wotzke (65.) und erneut Sönmez (75.) nicht erspart.


SC Lüdenscheid - Fortuna Freudenberg 1:3 (0:1). Die „Flecker“ mussten 45 Minuten lang mit zehn Mann auskommen. Torwart Maximilian Schuppener sah nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums die Rote Karte (44.). Mit Marc Weller rückte ein Feldspieler zwischen die Pfosten. Zu diesem Zeitpunkt führte die Fortuna bereits durch einen Treffer von Eike Moll, der vier Minuten zuvor nach einem Zuspiel von Michael Leis vollstreckte. Auch in Unterzahl hatte Freudenberg ein klares Chancenplus vorzuweisen. Nach einer Kombination über Moll und Lennart Lentrup markierte Steffen Heimel das 2:0 (70.). Lüdenscheid antwortete mit dem Anschlusstor. Ein abgefälschter Ball landete vor den Füßen von Florian Eick, der aus kurzer Distanz traf. Nach einem Konter in der Schlussminute entscheid Lentrup das Spiel. „Wir hätten frühzeitig den Sack zumachen müssen“, sagte Fortunas Trainer Dirk Martin.


VfL Klafeld-Geisweid - VSV Wenden 5:5 (2:3). „Für eine gute Partie haben wir uns nicht belohnt“, bedauerte Jörg Linker. Die „Fürsten“ erspielten sich durch Andreas Schmidt (6.) und Gökay Sancar (10.) einen klaren Vorsprung. Noch vor dem Seitenwechsel drehte Wenden den Spieß um. „Da haben wir uns den Schneid abkaufen lassen“, so Linker. Per Elfmeter - Julian Eckhardt foulte Tobias Hirth - glich Lukas Kneisel aus (52.) und ließ das 4:3 folgen (56.). Nach einem weiteren Sancar-Treffer schien der Geisweider Erfolg nach 64 Minuten perfekt. Doch individuelle Fehler brachten Geisweid um zwei Zähler. Wendens Tobias Schneider flog nach einem groben Foul mit Rot vom Platz (80.). Auch in Unterzahl gelang Max Bauer der späte Ausgleich (69.,89.).