Kindelsberger Männer und weibliche CLV-Jugend glänzen

Kreis-Einzelmeisterschaften FLVW-Kreis Siegen-Wittgenstein im Stadion Stählerwiese
Kreis-Einzelmeisterschaften FLVW-Kreis Siegen-Wittgenstein im Stadion Stählerwiese
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Mit rund 400 Teilnehmern war die Resonanz bei den Kreis-Einzelmeisterschaften im Kreuztaler Stadion Stählerwiese sehr gut. Nach dem regnerischen Samstag war das Wetter am Sonntag perfekt, und auch die Leistungen waren zum Teil herausragend.

Kreuztal..  Gab es die ersten Fingerzeige für die heimischen Trainer für die neue Saison bei den Kreis-Blockwettkämpfen der Schülerinnen und Schüler A und B eine Woche zuvor im Klafelder Hofbachstadion (wir berichteten), so reichten am vergangenen Wochenende bei den Kreis-Einzelmeisterschaften im Kreuztaler Stadion Stählerwiese die Notizzettel kaum aus, um sich zu vermerken, was da alles in den zwei Tagen passierte.

Schwärmten die Kindelsberger Trainer von den Leistungen ihrer schon „reiferen“ Schützlingen im Sprint mit Tobias Becker, Nils Löcher, Gassimou Kake & Co., so überschlugen sich fast die Ereignisse - oder genauer sagt die Ergebnisse - für den jungen CLV Siegerland aus dem Süden des Siegerlandes, denn was die Wilnsdorfer da ebenfalls auf die Bahn „zauberten“, war schon bemerkenswert. „Da wächst was heran, das so kaum zu vermuten war“, so die einhellige Meinung auch von der „Konkurrenz“. Hier die Blauhemden aus dem nördlichen Siegerland, da die „Roten“ vom Höhwäldchen und mitten drin auch einige grüne (LAG Siegen) und schwarze (TV Jahn Siegen) Trikots. Aber auch die LG Wittgenstein stand mit ihrer Nachwuchsarbeit nicht im Schatten.

Im Blick hatten jedoch vorrangig die Siegerländer, die eine oder andere Qualifikation für Deutsche Meisterschaften (U23 in Wetzlar und U20 in Jena) zu schaffen oder gar nur noch zu bestätigen (eine Übersicht folgt in der nächsten Ausgabe unserer Zeitung).

Zurück zum Tagesgeschehen: Über 100 m der Männer, eine der Paradedisziplinen bei Einzelmeisterschaften, waren die vor erwähnten etablierten Sprinter das Maß der Dinge. Der 20-jährige Allenbacher Nils Löcher gewann über 100 m in guten 10,88 sec. vor dem 23-jährigen Fellinghausener Tobias Becker (10,94 sec.), der sich in seinem ersten Jahr in der Männerklasse jedoch an anderen Werten (100 m-Norm/10,60 sec. - 200 m/21,55 sec.) orientieren muss, während Nils Löcher beide Startberechtigungen für Wetzlar bereits in der Tasche hat.

Viele DM-Normen erfüllt

Dagegen ließ sich die LGK-Männer-Staffel über 4x100 m nicht lumpen und überzeugte mit 41,53 sec. (DM-Norm 42,10 sec. für Nürnberg). In diesem Quartett stand, nach dem quirligen Startläufer Nils Löcher, der Freudenberger Yannik Loth (21), der sich nach einer längeren gesundheitlich bedingten Pause wieder heran arbeitet. „Hier fängt doch auch erst die Leichtathletik an ...“, meinte das LGK-Trainer-Urgestein Adalbert Roßbach (74) - und schmunzelte.

Da gingen andere starke Tagesleistungen (fast) unter. So beispielsweise über 15 Meter (15,11 m) im Kugelstoßen durch den Eiserfelder Ralph Heinbach (CLV) oder im Hochsprung mit dem Bürbacher Timo Gerbershagen (LGK/1,90 m) und des Haincheners Tom Hoffmann (U20-CLV/1,85 m) sowie des Niederndorfers Jona Grümbel (U20-CVJM Siegen SG) über 400 m Hürden (55,30 sec.

Beim Blick auf die arg ramponierte Laufbahn (die aber nach dem NRW-Landesturnfest komplett erneuert wird) schnalzten die fachkundigen Besucher mit der Zunge, als sie den weiblichen Nachwuchs aus Wilnsdorf in Aktion sahen. Und da nicht nur die Eiserfelderin Laura Sophie Großhaus mit 11,97 sec. über 100 m (im Vorlauf 11,89 sec.) und 24,36 sec. über 200 m, sondern auch den beiden W14-Mädchen Amelie Braun und Brenda Cataria-Byll sowie dem Glanzpunkt zum Wettkampf-ausklang, der 4x100 m-Staffel der CLV-Frauen mit einer Topzeit von 46,87 sec. (U23-Norm: 49,00 sec.).