Kevin Knebel soll das Unwahrscheinliche möglich machen

Birkelbach..  Die Situation ist denkbar schlecht, doch die Sportfreunde Birkelbach II haben die Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Kreisliga B2 noch nicht aufgegeben. Davon zeugten die 16 Fußballer, die am Dienstag für die vier letzten Spiele trainierten – an fehlender Trainingsbeteiligung liegt und lag es nicht, dass die blau-gelbe Reserve zehn ihrer elf Rückrundenspiele verloren hat und jetzt auf einem Abstiegsplatz steht. Würden die Sportfreunde noch den TSV Weißtal II, der zwei Punkte Vorsprung hat, noch überholen, würden sie nach jetzigem Stand ein Entscheidungsspiel gegen den 15. der Kreisliga B1 absolvieren und könnten sich dort als Sieger noch retten. Auch der TuS Johannland mit sechs Punkte Vorsprung wäre noch einholbar – theoretisch.

Das Unwahrscheinliche möglich machen soll Kevin Knebel, der als Spielertrainer zusammen mit Achim Stremmel (2. Vorsitzender) die Mannschaft während der für Birkelbach II spielfreien Wochen übernommen hat. Es war eine stille – weil nicht öffentlich kommunizierte – Ablösung von Klaus Afflerbach, der die „Reserve“ fast neun Jahre trainiert hat. „Er war enttäuscht, dass er die Saison nicht zu Ende bringen durfte“, erklärte der Sportliche Leiter Christof Hoffmann und ergänzte: „Wir sind Klaus sehr dankbar für seine Arbeit.“

Jetzt soll es also Knebel richten. „Ich kann jetzt natürlich keine Grundkondition mehr trainieren und fußballerisch großartig viel vermitteln“, weiß der 26-Jährige, der „an die alten Fußballtugenden“ appellieren will. Einen solchen neuen Impuls erhofft sich auch Hoffmann: „Vielleicht hilft es schon, wenn er eine andere Ansprache wählt und ein bisschen anders aufstellt.“

Eine direkte Verstärkung dürfte Knebel, der Erfahrung als Jugendtrainer mitbringt und den Klassenerhalt als „auf jeden Fall machbar“ bezeichnet, in seiner Eigenschaft als Spieler sein. „Er ist einer, der auf dem Platz auch mal sagen kann, wo es lang geht“, weiß Hoffmann. Wieder ins Training eingestiegen ist Ole Groth. Torwart Christian Zerbe sowie die Löcherbach-Brüder könnten theoretisch noch runtergezogen werden – doch weil es für die „Erste“ in der Bezirksliga noch um die Relegation geht, ist dies fraglich.

Es tut sich also noch mal, doch auch Keller-Konkurrent Weißtal II setzt mit Entschlossenheit zum Endspurt an. Die Gernsdorfer und Rudersdorfer mobilisieren alles, was möglich ist – gegen Edertal kann Trainer Jan Wagner aus 25 Spielern wählen. Darunter sind mit Ladislav Biro, Simon Grisse, Dennis Schmidt und Martin Nöh gleich vier Spieler der „Ersten“, hinzu kommen drei Spieler aus der A-Jugend, die gerade Kreisliga-Meister geworden ist. Ferner wurden Rainer Willmann und den nach München verzogenen Stürmer André Seither reaktiviert – beide sind echte Verstärkungen.