Katharina Heinz greift in Winterberg nach den Sternen

Seelbach..  Noch ist der Zug nicht abgefahren, weiter im Weltcup mitzumischen. Noch sieht die Seelbacherin Katharina Heinz (RSG Hochsauerland) Licht am Horizont. Und dieses Licht möchte sie am kommenden Sonntag über Winterberg hell erstrahlen lassen, denn sie will bei der Deutschen Skeleton-Meisterschaft ganz vorne mitmischen.

„Ich fühle mich wirklich in guter Verfassung“, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung und drückt damit aus, dass gerade ihre heimischen Fans sich am kommenden Wochenende im Hochsauerland auf einen spannenden Renntag freuen können, den sie kostenlos live miterleben können, da kein Eintritt erhoben wird. „Es ist nämlich schon etwas Anderes, wenn viele Zuschauer an der Strecke stehen, die mich kennen und mich anfeuern, das kitzelt die einen oder anderen Zehntel noch heraus“, so die 27-jährige, die gestern Vormittag in Winterberg zum Training war und nicht, wie im Vorfeld vom Verband geplant, in Oberhof, um dort einen letzten Sprinttest zu absolvieren.

„Den wird es jetzt auch nicht mehr geben“, so Katharina Heinz, „jetzt heißt es für mich, jeden Tag nur noch trainieren, da ich ja längere Zeit keine Rennen mehr gefahren habe und mir das Bahngefühl etwas fehlt .“

Doch Katharina ist eine Kämpferin. Sie will und kann nicht aufgeben, will beweisen, dass sie nach wie vor zu den besten deutschen Skeletonis zählt - unabhängig dieses leidigen Themas der Startzeiten-Norm.

Im Favoritenkreis

„Auf der Bahn in Winterberg ist eine Startzeit von 5,00 Sekunden sowieso nicht möglich, da liegen die Spitzenwerte der Frauen bei 5,20, denn jede Bahn hat ihre Tücken.“ Und auch wenn sie Winterberg bestens kennt, weiß sie, dass es schwer wird zu gewinnen. Doch sie zählt sich zum Favoritenkreis im anspruchsvollen, 1330 Meter langen Eiskanal an der „Kappe“ mit 15 Kurven. Deshalb geht es auch in den nächsten Tagen täglich dorthin - wie gestern. Sechs Uhr aufstehen, um neun dort sein und Eiszeit sammeln.

Deutsche Meisterin wurde Katharina Heinz 2008, hat in der Vergangenheit im Intercontinental-Cup und im Weltcup überzeugt, wurde 2009 Junioren-Weltmeisterin am Königssee und holte 2012 Silber bei der Europameisterschaft in Altenberg. Warum soll’s also jetzt nicht passen?