Käner Zweite vor dem Meisterstück

Strebt im Heimspiel gegen Verfolger TSV Weißtal
Strebt im Heimspiel gegen Verfolger TSV Weißtal
Foto: Rene Traut

Kaan-Marienborn/Gernsdorf..  „Zu Hause wollen wir es richten.“ An­dreas Koch hat mit seiner zweiten Welle des 1. FC Kaan-Marienborn das große Ziel vor Augen: Den Aufstieg in die Bezirksliga. Mit einem Sieg am Sonntag im Breitenbachtal wäre sein Team „durch“.

Dass an diesem drittletzten Spieltag der Fußball-Kreisliga A ausgerechnet der hartnäckigste Verfolger TSV Weißtal auf dem Käner Kunstrasen antritt, sieht Koch eher als zusätzlichen Motivationsschub. „Wir haben es in der Hand, liegen sechs Zähler in Front. Das sollten wir uns nicht mehr nehmen lassen. Und natürlich wollen wir am liebsten zu Hause feiern...“

Keine Frage: Die Voraussetzungen sind optimal. Und das weiß auch Kochs Pendant Alfonso Rubio Doblas. Der Coach der Weißtaler liegt mit seinem Team um weitere sechs Punkte vor dem nächsten Verfolger VfB Burbach.

Und für den zweiten Platz, den es, laut Trainer, vorrangig zu sichern gelte, strebt er mit dem TSV „Punkte in Kaan-Marienborn“ an. Beim TSV spürt der Coach nach langer Durststrecke mit Landesliga-Rückzug, Bezirksliga-Verzicht und Neu-Anfang „wieder echtes Fußball-Fieber. Die Mannschaft wird im Breitenbachtal viel Unterstützung erfahren.“

Rubio Doblas: „In diesen letzten drei Spielen der Saison wollen wir die Voraussetzungen schaffen, über die Relegation zurück in die Bezirksliga zu kommen.“

Den Tabellenführer an der Spitze noch zu ärgern, gehört natürlich irgendwie auch zum Plan.

Der hat im vergangenen Jahr als Vizemeister hinter dem TSV Siegen die Relegation gegen den TuS Plettenberg verloren.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie direkt danach wieder die Richtung in der Liga bestimmte“, so Andreas Koch, der natürlich auch das schwere Programm in den letzten drei Wochen dieser Saison vor Augen hat. Nach dem Weißtal-Auftritt haben es die Käner mit den Burbachern und der stärksten Rückrunden-Mannschaft aus Hilchenbach zu tun.

Der Wunsch, es schon am Sonntag gegen den TSV zu richten, ist also verständlich, setzten sich die Käner bei einem Scheitern am Sonntag doch gehörig unter Druck.

Und genau den verspüren die Weißtaler nicht, obwohl auch sie es eine Woche später in einem weiteren Ausärtsspiel in Eiserfeld und zum Abschluss am Henneberg gegen Burbach mit einem schweren Restprogramm zu tun haben.

Ein durchaus dramatischer Showdown also, der sich da abzeichnet in der „Bundesliga des Kreises“. „Irgendwie optimal“, findet das Andreas Koch. „Spannung pur“, meint Alfdonso Rubio Doblas. „Und das ist gut so...“