Käner Ziel ist der Aufstieg in die Oberliga

Trainer Thorsten Nehrbauer und Co-Trainer Tobias Wurn (hinten v.re.) mit den Käner Neuen Patrick Diehl, Christian Runkel, Pascal Rüsche, André Schilamow und Sebastian Wasem (vorne v.l.).
Trainer Thorsten Nehrbauer und Co-Trainer Tobias Wurn (hinten v.re.) mit den Käner Neuen Patrick Diehl, Christian Runkel, Pascal Rüsche, André Schilamow und Sebastian Wasem (vorne v.l.).
Foto: Rene Traut

Kaan-Marienborn..  „Es gibt eigentlich nur zwei Ziele für eine Fußball-Mannschaft: Entweder spielst du um den Klassenerhalt oder um die Meisterschaft.“ Für Thorsten Nehrbauer und seine Westfalenliga-Kicker des 1. FC Kaan-Marienborn ist das „entweder“ gestrichen, also zählt nur das „oder“.

Am Dienstagabend begann also das „Unternehmen Oberliga-Aufstieg“ im Breitenbachtal, wo die Käner ihre „Neuen“ im Trikot präsentierten und in Sachen Training gleich in die Vollen gingen.

Thorsten Nehrbauer ist indes nicht so vermessen, sich und sein neues Team gleich zur Top-Adresse in Sachen Meisterschaft zu stempeln. „Wanne-Eickel wird ganz stark sein, Oberliga-Absteiger Herne, Wickede und auch Iserlohn. Vier, fünf Mannschaften erwarte ich oben - uns eingeschlossen...“

Großen Wert haben der Trainer und der sportliche Leiter Jochen Trilling darauf gelegt, die im vergangenen Jahr für das weniger gute Abschneiden verantwortliche Offensiv-Flaute in einen Angriff zu verwandeln, der sich zurecht Sturm nennt. Patrick Diehl kommt vom Hessen-Meister TSV Steinbach zurück an die alte Wirkungsstätte, André Schilamow und Christian Runkel wechseln vom TuS Erndtebrück - drei Offensive, „die“, so Nehrbauer, „die Qualität mitbringen.“ Mit Steve Sam, der nach seinem Achillessehnenriss und halbjähriger Verletzungspause auf den Trainingsplatz zurückgekehrt ist, betracht der Coach ebenfalls als „halben Neuzugang“.

„Die Verantwortung verteilt sich vorne dadurch auf mehrere Schultern“, weiß Nehrbauer, der damit geradezu „die große Auswahl“ hat nach Jahren der offensiven Allein-Unterhalter.

„Ich gehe jetzt ins dritte Jahr. Im ersten hat es nicht ganz gereicht, im zweiten haben uns die vielen Unentschieden auf der Stelle treten lassen und jetzt soll es besser werden“, umreißt der „Bärtige aus dem Bergischen“ seine bisherige und künftige Amtszeit. Damit am Ende der Saison der Bart ab ist. Denn der wird rasiert, wenn es den Titel gibt.

Was vorne gut ist, soll auch hinten passen. Sebastian Wasem vom TuS Erndtebrück bürgt für Standsicherheit in der Defensive und der neue Keeper, Pascal Rüsche, der von Nehrbauers Ex-Club SSV Homburg-Bröhltal kommt, soll die Lücke des abgewanderten Dominique Nowak schließen.

„Wir müssen uns in vielen Punkten verbessern“, weiß der Trainer, dass die Früchte nicht von allein von den Bäumen fallen. Da muss viel geschüttelt, sprich gearbeitet, werden. Die konditionellen Grundlagen werden jetzt gelegt - für ein Startprogramm (siehe Spielplan auf dieser Seite, in dem die Käner sich für die Duelle mit dem genannten Favoritenkreis „warm schießen“ wollen

„Von Anfang an oben dabei zu sein, ist der beste Weg“, spricht Selbstbewusstsein auf den Worten des Trainers. Und das muss er seinen Kickern nur lange genug predigen.