Käner ohne Drei gegen Wanne

Kaan-Marienborn/Erndtebrück..  13 von 15 Punkten holte der 1. FC Kaan-Marienborn in diesem Jahr, ging nur beim 2:2 in Hordel (nach 2:0-Führung) nicht als Sieger vom Platz und schnuppert als Sechster inzwischen an den Spitzenplätzen. Am Sonntag lockt nun die Chance, weiter vorzurücken. Bei einem Sieg gegen den DSC Wanne-Eickel würden die Käner mit dem Tabellendritten gleichziehen. „Das ist unser Ziel“, verdeutlicht Trainer Thorsten Nehrbauer, wohlwissend um die Schwere der Aufgabe.

Der ehemalige Zweitligist hat in 21 Partien nur elf Tore kassiert, also noch nicht einmal einen Treffer pro Spiel. „Die sind hinten sehr gut organisiert“, weiß Nehrbauer, der vor allem das starke Wanner Mittelfeld schätzt: „Es ist das vielleicht beste in der ganzen Liga.“ Zum DSC-Kader gehört auch der Ex-Käner René Lewejohann, dessen Vertrag im Breitenbachtal Mitte November 2014 vorzeitig beendet worden war. Er hatte es nicht geschafft, sich einen Stammplatz zu erkämpfen.

Verzichten müssen die Gäste auf ihren besten Stürmer Tugrul Aydin, doch ist dies nichts im Vergleich zu Nehrbauers Personalsorgen vor diesem Spitzenspiel: Mindestens drei Stammspieler muss der Coach ersetzen. Freistoß- und Eckballspezialist Mats Scheld ist nach seiner Roten Karte im Derby in Erndtebrück gesperrt, Toni Gänge fällt wegen einer noch nicht näher diagnostizierten Knieverletzung aus, Jarred Jörgens fällt aus beruflichen Gründen aus. Fraglich sind zudem Thomas Brühl und Alex Ecker. Als Ausrede will Nehrbauer dies, sollte es mit der Fortsetzung der Erfolgsserie nicht klappen, dies allerdings nicht gelten lassen: „Jetzt können andere zeigen, dass sie Kerle sind.“ Soll heißen: Den „Bankdrückern“ bietet sich die beste Chance, sich in den Fokus zu spielen.

Nach Brünninghausen

Für die Reserve des TuS Erndtebrück steht die Auswärts-Aufgabe beim FC Brünninghausen in Dortmund auf dem Programm. Nach der 0:1-Niederlage am Pulverwald am vergangenen Samstag wünscht sich Trainer Michael Müller natürlich eine Art Wiedergutmachung - zumindest, was das Resultat angeht. Denn an der Leistung der Mannschaft im Kreisderby gegen die Käner gab es eigentlich nichts auszusetzen. „Wir waren mindestens auf Augenhöhe“, so Müller, der somit auch in Brünninghausen hofft, ein ähnliches Spiel von der Seitenlinie beobachten zu können. Nur eben mit einem positiveren Resultat. Mit 40 Punkten rangiert Brünninghausen allerdings auf Rang vier und gehört damit zum breiten Verfolgerfeld von Spitzenreiter Wickede.