Käner mit Köpfchen

Michael Kügler bejubelt sein Tor zum 2:1 mit Alexander Ecker (links), Torben Schmidt (2.v.li.) und Marius Jung (re.).
Michael Kügler bejubelt sein Tor zum 2:1 mit Alexander Ecker (links), Torben Schmidt (2.v.li.) und Marius Jung (re.).
Foto: Rene Traut
Was wir bereits wissen
Mit 2:1 gewann der 1. FC Kaan-Marienborn das Verfolgerduell gegen den FC Iserlohn. Beide Tore für das Nehrbauer-Team wurden per Kopf erzielt: Michael Reed und Joker Michael Kügler trafen.

Kaan-Marienborn..  Das war ein hartes Stück Arbeit und ein Sieg mit Köpfchen! Im Verfolgerduell wandelte der 1. FC Kaan-Marienborn gegen einen starken FC Iserlohn das 0:1 in ein 2:1 um und tauschte mit den Märkischen den Tabellenplatz. Beide Käner Tore wurden per Kopf erzielt: Zum 1:1 traf Michael Reed, das Siegtor erzielte der gerade eingewechselte Michael Kügler.

Noch in österlicher Ruhe stieg Kaan in die Partie ein, hatte Glück, dass Iserlohns Lenz verzog (11.), um sich jenseits der 15. Minute meist mit weit nach vorne geschlagenen Bällen zu befreien. Einen dieser weiten Pässe fand auf rechte Adressat Thomas Brühl, doch dessen Hereingabe vor’s Tor hämmerte der freistehende Bastian Sellau ans Aluminium (21.). Es war die stärkste Szene einer von gegenseitigem Respekt und taktischer Zurückhaltung geprägten ersten Halbzeit, doch nach dem Wechsel wurde alles besser, erlebten die Zuschauer im Breitenbachtal eine zweite Halbzeit mit hohem Unterhaltungswert, aber schlechtem Beginn für Kaan: Beilfuß legte sich den Ball für den Freistoß aus 22 Metern zurecht – und schoss ihn einfach ins leere Tor. Torwart Patrick Stock und die noch nicht postierte Mauer waren perplex, doch der Treffer war regelkonform, denn Schiedsrichter Pohl hatte den Ball freigegeben (48.).

Ein Schock für Kaan? Nein! „Es war ein Hallo-wach-Effekt“, sagte Trainer Thorsten Nehrbauer und gewann dieser kuriosen Szene sogar Positives ab. Denn nur neun Minuten später wuchtete Michael Reed eine Scheldt-Ecke per Kopf wie aus dem Lehrbuch zum 1:1 ins Netz. Damit nicht genug: Der eingewechselte Michael Kügler hatte auf dem Platz gerade seine Aufgabe gefunden, als er mit seinem ersten Ballkontakt für das 2:1 sorgte, eine Noll-Flanke mit dem Schädel ins Iserlohner Tor mogelte (74.). Als Kopfball-Ungeheuer ist Kügler bis jetzt nicht unbedingt gefürchtet gewesen...

Die Führung war inzwischen verdient, denn Nehrbauer hatte seinem Team in der Kabine die Leviten gelesen. „Das war die Leidenschaft und die Zweikampfhärte, die ich sehen wollte. Wir haben uns ins Spiel reingearbeitet“, lobte der Coach, der wie die Käner Fans noch mal durchatmen musste, als Lenz das Kunststück gelang, den Ball aus zwei Metern Stock in die Arme zu schießen (84.). Auf der Gegenseite verpasste Marius Jung das 3:1, als er in der spannenden, von vielen Fouls geprägten Endphase aus fünf Metern ans Lattenkreuz drosch (88.).

Kaan-Marienborn - Iserlohn2:1

Kaan: Stock - Brühl, Gänge, Reed, Noll - Schmidt, Scheld (85. Stein) - Ecker, Jörgens, May (64. Jung)- Sellau (72. Kügler). - Tore: 0:1 Beilfuss (48.), 1:1 Reed (57.), 2:1 Kügler (74.). - Schiedsrichter: Nico Pohl (Frankenberg/Eder). - Zuschauer: 200.