Käner Aufholjagd soll mit neuen Angreifern Sellau und Bekin gelingen

Bastian Sellau (links) und Önder Bekin (rechts) sind die Neuen im Kader von Trainer Thorsten Nehrbauer.
Bastian Sellau (links) und Önder Bekin (rechts) sind die Neuen im Kader von Trainer Thorsten Nehrbauer.
Foto: WP

Kaan-Marienborn..  „Neue Stürmer braucht das Land“. Unter diesem Motto ging der Fußball-Westfalenligist 1. FC Kaan-Marienborn nach der Hinrunde auf die Suche. Trainer Thorsten Nehrbauer und der Sportliche Leiter Jochen Trilling wurden schließlich fündig bei Nehrbauers Ex-Club TuS Homburg-Bröltal und verstärkte die Offensive mit dem 25-jährigen Angreifer Önder Bekin und dem offensiven Mittelfeldspieler Bastian Sellau (22).

„Beide passen charakterlich in unser Team“, kennt der Coach die beiden Kicker, die auch im Bergischen Land schon unter ihm gespielt haben. Die Käner binden das Duo zunächst bis zum Saisonende an sich und das Breitenbachtal.

Benötigt wurde frischer Wind im Sturm allemal. Denn Offensivkraft Steve Sam fällt nach seinem Achillessehnenriss noch mindenstens bis Ende April aus. Von René Lewejohann hat sich der FCK getrennt - es musste also etwas getan werden.

„Und wir wollen ja auch noch was erreichen“, gibt Thorsten Nehrbauer die Richtung vor. „Man mag mich für verrückt halten, aber ich habe die Saison noch längst nicht abgeschrieben.“ Im Vorjahr hatten die Käner in der Rückrunde 13 Punkte auf die Spitze gut zu machen - und hätten es fast noch geschafft. „Diesmal sind es nur elf Zähler. Das ist zu schaffen“, so Nehrbauer.

Remis-Könige

Die Grundlagen dafür will der Trainer mit seinem Kader seit dem 20. Januar in der Vorbereitung legen. „Ich habe die 10 000-Stunden-Regel aufgestellt. 10 000 Stunden Arbeit für den Erfolg.“ Thorsten Nehrbauer sagt das mit dem ihm eigenen Schalk im Blick. Aber klar, ein gewisser Ernst spricht mit aus seinen Worten, denn: „Der Kader ist stark genug, um wieder nach oben zu kommen.“

Vom Remis-König der Hinrunde zum Rückrunden-Phönix, der aus der Asche kommt. Der 1. FC Kaan-Marienborn, der in den 16 absolvierten Begegnungen des alten Jahr neun Mal unentschieden spielte, will es noch mal wissen. „Siege sind zwar nicht planbar, aber wir wollen alles dafür tun“, so der Trainer.

Natürlich weiß Nehrbauer, dass er sich und seine Kicker gehörig unter Druck setzt. Doch scheint das nach den Erfahrungen der vergangenen Saison das richtige Mittel zu sein, um Erfolge aus den „Roten“ heraus zu kitzeln.

Und dann gibt es ja auch noch das Pokal-Highlight am 18. März. Drittligist Arminia Bielefeld rückt an zum Westfalenpokal-Viertelfinale. Ein Spiel, das nicht nur wegen des prominenten Gastes aus der Rolle fällt. „Da gibt es für uns keinen Druck. Das sehen wir ganz entspannt“, so der Trainer.

Abwechslung vom Liga-Alltag stellt dieser Pokal-Hit allemal dar, denn das „Gewinnen-Müssen“ ist in Thorstenm Nehdiesem Spiel ausgeklammert. Das Startschuss sieht am 15. März, beim Startschuss Dortmund-Mengede anders aus.