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Kaan verliert in Unterzahl unverdient gegen TuS Heven

28.05.2012 | 22:29 Uhr
Kaan verliert in Unterzahl unverdient gegen TuS Heven

1. FC Kaan-Marienborn – TuS Heven 09 0:3 (0:0). Ein Punkt hatte Heven noch gefehlt, um den Aufstieg perfekt zu machen. Nach 90 Minuten im Breitenbachtal war es geglückt. Die Wittener feierten durch einen 3:0-Sieg beim 1. FC Kaan-Marienborn den dritten Aufstieg in Serie.

„Herzlichen Glückwunsch zur Leistung über die Saison. Drei Mal in Folge aufzusteigen – Chapeau!“, lobte Kaans Trainer Peter Wongrowitz. „Über die Saison“ – diese Worte waren wohl bewusst gewählt. Legt man nämlich das Spiel gegen Kaan zugrunde, war der Sieg allenfalls mit stark vergrößernder Hevener Vereinsbrille verdient.

„Das 3:0 ist zu hoch ausgefallen“, räumte auch TuS-Trainer Onur Cinel ein. „Kaan hat gut gespielt, die Räume eng gehalten. Wir hatten Schwierigkeiten. Aber kein Vorwurf an die Jungs. Es ist ja klar, dass man sich schwer tut, wenn nur noch ein Punkt fehlt. Es ist ein Großer Tag. Kompliment an alle“.

Gastgeber nach der Pause dominant

Glückwünsche gab es auch auf Käner Seiten. Vor Beginn des letzten Heimspiels der Saison wurden Sebastian Reineck, Florian Friedrichs und Henrik Blecker verabschiedet. Das Trio verlässt zum Saisonende den Verein.

Nach dem Anpfiff fanden die Gastgeber besser in die Partie. Führten ein ideenreiches und kombinationssicheres Kurzpassspiel auf. Den ersten Torschuss jedoch verbuchte Heven (10.). Doch Koch parierte genau so sicher wie gegen David Nyenhuis (17./43.), eine Großchance von Ali Abou-Saleh (28.), die der Schlussmann an das Außennetz leitete und einen „Knaller“ von Alexander Nour (40.).

Für Kaan probierten es Henrik Blecker (15./16.), Michael Kügler (22./34.) und Patrick Waginzik mit einem kräftigen Kopfball (44.). Zudem verpasste Torben Wäschenbach mit dem Pausenpfiff, einschussbereit am langen Pfosten stehend, eine Blecker-Flanke. Bis dahin ein Spiel auf Augenhöhe.

Nicht mehr nach der Halbzeit. Jetzt dominierte Kaan. Waginzik mit zwei Pirouetten im Strafraum. Schuss. Geblockt (46.).

Zehn Minuten später „verstolperte“ Wäschenbach direkt vor dem Tor, ehe Blecker nach brillianter Waginzik-Vorarbeit mit einem satten Linksschuss Hevens Torhüter zu einer Glanztat zwang (60.), Florian Friedrichs es aus spitzem Winkel versuchte (63.) und abermals Waginzik die halbe Hevener Abwehr zu Statisten degradierte (75.). Dann Ecke für Heven. Gestochere im Strafraum. Tor. Doch Schiedsrichter Christiopher Schütter pfiff ab. Sebastian Reineck soll mit der Hand am Ball gewesen sein und sah dafür glatt „Rot“ – ausgerechnet in seinem letzten Heimspiel für die „Rot-Weißen“ (66.). Zumal es eine denkwürdige Entscheidung war: „Den Schiedsrichter fand ich überheblich. Da kann ich nicht abpfeifen. So benachteilige ich beide. Die Mannschaft, die das Tor gemacht hat und die Mannschaft, die nur noch zu zehnt ist“, kommentierte Wongrowitz die Szene in der Pressekonferenz. Den fälligen Elfmeter von Mark Heinrich indes parierte Koch sicher.

Keine Chance hatte der Routinier allerdings bei zwei eiskalten Versuchen von Hevens Nyenhuis, die zum 0:1 durch einen Alleingang über rechts (74.) und zum 0:2 per Konter (84.) führten. Auch beim 0:3, einen trockenen Schuss von Stephen Lorenzen, war Koch machtlos (88.) – bei Unterzahl in der Hitze hatten sich längst Auflösungserscheinungen im Defensivverbund bemerkbar gemacht.

1. FC Kaan-Marienborn: Koch – Gänge, Bäcker, Blecker, Kügler, Trilling, Reineck, Schlemper, Waginzik, Brühl (11. Friedrichs), Wäschenbach.
Tore: 0:1/0:2/0:3 (74./84./88.).
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Christopher Schütter (Werl).
Bes. Vorkommnis: Koch pariert Handelfmeter (66.).

Jonas Fehling



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