Jagd nach dem Klassenerhalt startet im schneefreien Leimbachstadion

So feierten die Sportfreunde ihren bislang letzten Regionalliga-Sieg. Am 15. November gab es zum Boris-Einstand ein 1:0 gegen den SC Wiedenbrück.
So feierten die Sportfreunde ihren bislang letzten Regionalliga-Sieg. Am 15. November gab es zum Boris-Einstand ein 1:0 gegen den SC Wiedenbrück.
Foto: Rene Traut

Siegen..  Jetzt geht’s los. Nach der späten Absage des Kray-Spiels am Essener Uhlenkrug (Michael Boris: „Ich hätte da auch nicht angepfiffen...“) beginnt am Samstag (14 Uhr) im Leimbachstadion für die Sportfreunde Siegen die Jagd nach dem Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga. Mit der U23 von Borussia Mönchengladbach kommt einer der Titelanwärter zum Jahresauftakt.

„Das ist die beste Nachwuchs-Truppe der Liga“, weiß Sportfreunde-Trainer Michael Boris. „Wie jede andere der U23-Teams muss aber auch die richtig bearbeitet und gefordert werden.“ Und das wollen die Siegener nach ihren guten Tests in der ungeschlagenen Vorbereitungsphase so lange wie möglich schaffen.

Respekt vor „wilden Fohlen“

„70, 75 Minuten werden wir das auf dem mit fortschreitender Spielzer Zeit immer schwerer zu bespielenden Rasen schaffen“, ist der Fußballlehrer überzeugt. Denn körperlich sei seine Mannschaft topfit.

Natürlich flößt dem Tabellenvorletzten die ausgesprochen gute Hinrunden-Bilanz der „wilden Fohlen“ von Trainer Gladbach-Trainer Sven Demandt Respekt ein. „Doch das darf uns nicht stören. Wir wollen sofort ein Zeichen setzen.“

Zwei Spiele weniger als die beiden Top-Teams Alemannia Aachen und RW Essen haben die jungen Borussen absolviert. Gewinnen die ihre Nachholspiele, können die sogar vor dieses Duo klettern. Da steckt also Substanz in den Reihen

Mark Zeh der Kapitän

.Angeführt vom zum (Ersatz)-Kapitän aufgerückten Heimkehrer Mark Zeh sieht der Siegener Coach sein Team als Außenseiter. „Aber wir wollen dem Gegner den Schneid abkaufen, im Spiel gegen den Ball und in den Zweikämpfen starke Präsenz zeigen.“

Dank an GW Siegen

Die letzte Trainingswoche vor dem Start führte den Sportfreunde-Kader zunächst am vergangenen Sonntag noch einmal nach Köln, ehe dann ab Dienstag auf dem vom Schnee geräumten Lindenberg-Kunstrasen des FC GW Siegen beste Bedingungen angetroffen wurden. „Wir sind dem Verein sehr dankbar, dass er uns diese Möglichkeit eingeräumt hat“, sendet Teammanager Daniel Schäfer beste Grüße an das GWS-Vorstands-Team um Gerdi Stöckle, das von sich aus den großen Nachbarn von der Trainingsmöglichkeit auf seinem Platz aufmerksam gemacht hatte. Zum Dank werden die Sportfreunde im Sommer ein Vorbereitungsspiel auf dem Lindenberg bestreiten.

Trainingausflüge beendet

Ab Mittwoch konnte dann praktisch der Schnee auch auf dem Rasen des Leimbachstadions beim Schmelzen beobachtet werden, der sich schon am Abend wieder in grün präsentierte und seitens der Stadt schon die Freigabe für den Samstag bekam. Die Zeit der Trainings-Ausflüge dürften damit also der Vergangenheit angehören.

Mit den noch angeschlagenen Serkan Dalman, Mathias Hartwig und Til Bauman beklagt Michael Boris drei Ausfälle. Markus Hayer will der Trainer noch zehn Tage Zeit gönnen. „Er hat seine Probleme, weil er nach seinen Verletzungen stets zu früh wieder gespielt hat.“

Debüt für Sekkour und Nieweler

Ihr Startelf-Debüt geben am Samstag im Leimbachstadion neben Mark Zeh auch die Neuzugänge Walid Sekkour und Malte Nieweler. Daniel Micunovic wird wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen.

„Eine gewisse Anspannung ist da“, beschreibt Michael Boris die Situation und den Druck, der auf ihm und seinen Kickern lastet. Der Kampf um den Klassenerhalt lässt niemanden in Siegen kalt.