In Siegen „taktet“ es während des Turnfestes

Stephan Degen, Angelika Rosenow (beide VWS), Reinhold Baumeister (KEG) Astrid Schneider (Stadt Siegen), Christoph Brombach (RWE), Oliver Zipper (BGH) und Bürgermeister Steffen Mues (von links).
Stephan Degen, Angelika Rosenow (beide VWS), Reinhold Baumeister (KEG) Astrid Schneider (Stadt Siegen), Christoph Brombach (RWE), Oliver Zipper (BGH) und Bürgermeister Steffen Mues (von links).
Foto: WP

Siegen..  In der nächsten Woche „taktet“ es besonders in Siegen, zwischen Eiserfeld und Klafeld. Da sind dann an den drei Turnfesttagen (vom 4. bis 6. Juni) vier Turnfestlinien im 30-Minuten-Takt unterwegs. „Wir wollen es in Siegen besser machen“, verspricht Angelika Rosenow von den Verkehrsbetrieben Westfalen Süd (VWS). „Es muss kein Teilnehmer lange warten, um rechtzeitig zu seiner Wettkampfstätte zu kommen.“

Bussteige an der City-Galerie

Die 58-jährige Fellinghausenerin, lange Jahre (von 1999 bis 2015) auch Vorsitzende des TuS Fellinghausen, ist seit 44 Jahren Teilnehmerin an Deutschen Turnfest - sie weiß also, wovon sie spricht. Und das klingt glaubwürdig. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Stephan Degen legt sie ein Konzept vor, das bis ins Detail durchdacht ist.

Vier separate Bussteige gibt es für die Turnfestlinien, zwar neben dem Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB), doch separat entlang der City-Galerie vorgesehen. Und die vier Linien haben feste Fahrtstrecken, die jeder Turnfest-Teilnehmer in seinem Stadtplan von Siegen nachschlagen kann.

Mit der Turnfestlinie 1 (T1) geht’s Richtung Norden, werden das Hallenbad Weidenau, das FJM-Gymnasium in Weidenau und die Realschule am Klafelder Schießberg regelmäßig angefahren - und natürlich auch mit der Rücktour wieder in die Innenstadt.

Die T2 pendelt in Richtung Süden, bedient zunächst das NRW-Turnfestzentrum in der Siegerlandhalle, fährt nach Eiserfeld und auch hoch zum Gymnasium „Auf der Morgenröthe“.

Die T3 pendelt in Siegen. Hält am Gymnasium am Löhrtor, fährt hoch in die Oberstadt, weiter zum Giersberg (bis zur Bertha-von-Suttner-Gesamtschule mit dem TuJu-Treff) und über die Frankfurter Straße zurück in die Innenstadt.

Zusatzabfahrt Kirchweg

Die T4 ist ebenfalls eine Linie im Innenstadt-Bereich, Richtung Leimbachstadion und dann hoch zum Rosterberg zum Peter-Paul-Rubens-Gymnasium.

Gefahren wird im 30-Minuten-Takt, jeweils von 7 bis 24 Uhr.

Gestern wurde nochmals der Innenstadt-Bereich von Polizei, Straßenverkehrsbehörde und VWS bezüglich der Großbaustelle Bahnhofstraße inspiziert und empfohlen, eine zusätzliche Bushaltestelle „Kirchweg“ für die Turnfestbesucher zu kennzeichnen.

Apropos Turnfestbesucher: Ein Transfer-Angebot besteht auch für die Eröffnungsfeier (ab 18 Uhr) bis zu Rückfahrmöglichkeiten zu den Quartieren bis gegen Mitternacht.

Auch die Bahn fährt

Doch der Turnfest-Linienverkehr ist nur ein zusätzliches Angebot. Mit dem Turnfest-Ticket bestehen auch Fahrgelegenheit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Bus und Bahn mit stündlichen Angeboten, ob von Au/Sieg oder Dillenburg und Bad Berleburg mit all’ den bekannten Haltestellen. Der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) hat sich deshalb auch mit der Hessischen Landesbahn verständigt.

Und preisgünstig soll’s auch sein, denn mit dem „9-Uhr-Tages-Ticket“ im VGWS-Gebiet für eine Person können in der Turnfestzeit bis zu fünf Personen beliebig oft fahren. „Und je öfter das Ticket genutzt wird, um so größer ist der Spareffekt gegenüber einer Einzelfahrkarte“, betont Christoph Degen, zuständig für Verkehrswirtschaft Tarifwesen im VWS-Verbund - „und billiger als jedes Park-Ticket“.

Und zu beachten ist für die Turnfest-Teilnehmer und -Besucher, die mit ihrem eigenen fahrbaren Untersatz nach Siegen unterwegs sind, dass der Bereich der Turnfestmeile (Kölner Tor und Sandstraße/bis zum Kino Cinestar) vom 3. bis 7. Juni voll gesperrt sind; Umleitungen sind angezeigt und ausgeschildert.