Im zweiten Anlauf weniger „offenherzig”
11.08.2009 | 20:53 Uhr 2009-08-11T20:53:00+0200Die Mannschaftsaufstellung der Sportfreunde Siegen gegen Westfalia Herne steht fest. Zumindest im Kopf von Cheftrainer Jörg Jung. „Die entsprechenden Spieler wissen Bescheid,” erklärte Jung gestern Abend viel- und nichtssagend gleichermaßen.
Es sind wohl zwei Herzen in seiner Brust, die da in gegensätzlichem Rhythmus schlagen: „Einerseits spricht vieles dafür, der Mannschaft wieder zu vertrauen, die ihre Sache bis auf das Ergebnis am vergangenen Freitag ganz ordentlich gemacht hat. Andererseits will man die Sache als Trainer bei Auswärtsspielen ein bisschen anders handhaben, damit sich die Gegenseite nicht drauf einstellen kann.”
Anders, das bedeutet für den 43-Jährigen, aus einer verstärkten Abwehr heraus zu spielen und so dem Gegner etwas weniger „Offenherzigkeit” zu zeigen. Es war vor allem die Defensivabteilung, die Jörg Jung bei der 2:3-Niederlage zum Saisonauftakt gar nicht begeistert hat. Der Cheftrainer sprach von Auflösungserscheinungen, davon, wie naiv sich seine Spieler verhalten haben, und dass man binnen weniger Minuten das Spiel hergeschenkt hatte.
Doch Jörg Jung wollte noch nicht von einem verpatzten Saisonstart sprechen. „Wir brauchen erst ein paar Spiele. Die Mannschaft muss sich finden und dazu gehört auch eine Hackordnung und die bildet sich gerade erst heraus. Das sind 22 Spieler, die sich nicht kennen, dazu der Trainerstab und die Betreuer. Da gibt es Gesprächsbedarf und Reibereien. Fußball ist Teamsport, das Team muss wachsen, wer damit nicht klarkommt, der muss Tennis spielen gehen.” Das zeugt nicht von Langeweile im „Laden” SF Siegen.
Nicht auflaufen werden heute Abend die Neuzugänge David Müller und Lukas Lenz, die nach Verletzungen immer noch Trainingsrückstand haben. Ansonsten wollte sich Jung nicht in die Karten schauen lassen. „Der Gegner soll ja nicht im Bilde sein. Und meine Philosophie ist, dass wir uns auf unser Spiel und unsere Stärken konzentrieren.”
Schafft er es noch rechtzeitig, vor allem die Schwächen seiner Mannschaft abzustellen, dann dürfte Herne ein hartes Stück Arbeit bevorstehen.
DER WEG ZUM GEGNER
Das Stadion „Am Schloss Strünkede”, in dem der Traditionsverein Westfalia Herne am Mittwochabend, 19 Uhr, die Sportfreunde Siegen erwartet, hat auch schon eine lange Geschichte. Bereits 1932 erbaut, finden dort 32000 Zuschauer Platz.
Wichtig für alle Siegener Fans, die sich am Mittwoch mit dem Auto auf den Weg Richtung Herne machen, ist für das Navigationsgerät die genaue Adresse, die lautet: Westring 260, 44629 Herne!
Und hier eine Wegbeschreibung „ohne Navi”: Aus Siegen über die A45 bis zum Kreuz Castrop-Rauxel, dann auf die A42 wechseln. Dort bis zur Abfahrt Nr.22 „Herne - Baukau”, unten rechts Richtung Recklinghausen. Nach wenigen hundert Metern liegt das Stadion auf der rechten Seite.
Anfahrt per Bahn & Bus:
Ausstieg Herne Bahnhof, vor dem Bahnhof ist der Zentrale Busbahnhof (ZOB) nicht zu verfehlen. Dort mit der Linie 362 eine Station in Richtung Schleusenweg weiterfahren. Ausstieg Westring/Nordpark. Nach knapp 100 Metern liegt rechts das Stadion. Alternativ zum Bus: Zu Fuß den Westring Richtung Schloss Strünkede/Recklinghausen gehen. Dauer: ca. 7 Minuten.
Der Tribünenplatz kostet in Herne für Vollzahler 10 Euro (ermäßigt - Mitglieder, Schwerbeschädigte, Schüler, Studenten - acht Euro). Stehplatz sieben Euro (fünf Euro); Kinder bis einschließlich 14 Jahren haben freien Eintritt.
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